Fleischlos glücklich

Fleischlos glücklich

Wer bei Peter Fankhauser im »GuatzEssen« nach Schnitzel, Steak und Co. auf der Karte sucht, der wird nichts Derartiges finden. Denn der Stummer hat sich in seinem Restaurant inklusive Permakultur ganz der vegetarischen und veganen Küche verschrieben. Mit Erfolg und über das Tal hinausreichendem, guten Ruf.
Eines vorweg: so gut hatte ich seit langem nicht mehr fleischfrei gegessen. Ein Menü, das dem Gemüse in vollem Umfang gerecht wurde und nicht dessen Geschmack zu verschleiern versuchte. Dabei hat sich generell in der vegetarisch/veganen Kochweise viel geändert, von der Außenseiterrolle am Teller haben sich pflanzliche Lebensmittel schon lange befreit und sind zum Trend in vielen Küchen avanciert. Laut einer Studie der Institute meinungsraum.at und Triconsult aus dem Jahr 2018 ernähren sich bereits zehn Prozent aller Österreicher ausschließlich vegetarisch oder vegan. Mit dem Boom an Veganern, Vegetariern oder Flexitariern (Personen, die weniger Fleisch essen) kamen auch die Gastronomen auf den Geschmack. Auch wenn sich die Zahl fleischloser Restaurants durchaus noch in Grenzen hält, traute sich einer aus dem Zillertal über die pflanzliche Kost: Peter Fankhauser

»Mir ist wichtig, dass der Zillertaler erkennt, welches Hab und Gut wir in unserer Umgebung haben. Man muss sich nur die Arbeit antun und sammeln.«

Peter Fankhauser, »GuatzEssen«

aus Stumm. »Vor vier Jahren habe ich den Verein ›GuatzEssen‹ gegründet«, beginnt der gelernte Koch die Geschichte dahinter zu erzählen. »Mit dem wollten wir ein Angebot schaffen, damit im Zillertal regional Gemüse angebaut werden kann – auf rein biologische Art und Weise. Und da war es für mich naheliegend: Wenn ich einen eigenen Garten habe, dann mache ich auch ein Restaurant auf und bewirtschafte die Fläche damit.« Zu Beginn schlug ihm aber Skepsis von vielen Seiten entgegen – ein Indiz dafür, dass die v/v- Küche doch noch nicht in der Mitte angekommen ist. Abhalten ließ sich Peter, der unter anderem bei Haubenkoch Martin Sieberer im Trofana Royal in Ischgl beschäftigt war, dennoch nicht von seiner Idee. Ende 2018 eröffnete der vegetarische Betrieb mit Permakultur, einer naturnahen Landwirtschaft.

Wer braucht überhaupt Pflege?

Vom Garten direkt auf den Teller. So läuft es bei dem Koch oft ab, wobei er Gemüse und Obst auch von weiteren regionalen Landwirten bezieht. »Es wäre gelogen, wenn ich beim Obst und im Winter sagen würde, es stammt alles aus meinem Garten«, sagt er. »Diesen Sommer werde ich aber viel einkochen und fermentieren. Dann komme ich auch im Winter eine Zeit lang mit meinem eigenen Gemüse aus.« Bis es wieder heißt: Säen, setzen, pflegen und ernten. Denn in eine Permakultur investiert man Zeit und braucht Wissen, bekommt dafür aber ein Bewusstsein für Lebensmittel und beste Qualität. »Wenn man selber etwas produziert, hat man einen ganz anderen Zugang dazu.«

Diese Wertschätzung der Pflanze gegenüber lässt ihn auch die Philosophie, Gemüse und Obst ganzheitlich zu verwerten, vertreten. So findet sich unter anderem nicht nur das Radieschen selbst auf dem Teller, auch das Grün wird gekonnt verarbeitet. »Das kennen viele Leute heute nicht mehr. Auch weil man nur auf das fertige Produkt abzielt, einen Stiel oder ein Blatt sieht man in Geschäften kaum mehr. Man kann beinahe schon alles zugeputzt kaufen«, kritisiert der Koch. Dabei hat oftmals das Blattwerk von Pflanzen ein besonders intensives Aroma. »Ich will meinen Gästen mit den Gerichten wieder ein Bewusstsein für Lebensmittel vermitteln«, beschreibt Peter. »Für mich gibt es grundsätzlich kein Unkraut, in meinem Restaurant verwende ich auch beinahe alles. Man muss wahrscheinlich wieder lernen, dass auch vermeintlich nicht Essbares genial schmecken kann.

TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Spatenstich zur Musikantenalm

Spatenstich zur 2. Musikantenalm

Es soll der zweite Treffpunkt für alle Volksmusik- und Schlagerfreunde werden: am Penken in Mayrhofen, am Ort der ehemaligen Penkenalm, soll das Pendant zum Betrieb in Tux entstehen. Dazu fand im Juli der Spatenstich zu dem neuen Musikhotspot Kasermandl Zillertaler Musikanten-Alm mit Größen aus der Musikbranche statt.
»Ich war viel in den Hard Rock Cafès auf der ganzen Welt unterwegs – und dann war die Idee da, im Tal der Musik auch so etwas mit lokaler Musik zu machen«, sagt Markus Steindl, der neben seiner Funktion als Wirt in Vorderlanersbach ebenso unter dem Namen DJ Mox als Après-Ski-Star und Entertainer bekannt ist. Das konkrete Konzept dahinter: statt Hard Rock spielen hier die
Volksmusik und der Schlager die erste Geige, in der ganzen Hütte werden die Goldenen Schallplatten von Stars wie den Schürzenjägern, DJ Ötzi, Hansi Hinterseer, den Haderlumpen, den Ursprungbuam, Marc Pircher und vielen weiteren die Wände schmücken. »Es wird eine ganz urige Hütte, richtig traditionell«, fährt er fort. »Im Innenbereich werden rund 200
Personen Platz finden, im Außenbereich sind es 250 bis 300.« Bis Ende Oktober wird der Bau abgeschlossen sein, geführt wird die Alm als Familienbetrieb. So ist neben Markus Steindl sowie seiner Frau Bibi auch deren Sohn Stefan mit seiner Lebensgefährtin in den Betrieb involviert. Des Weiteren werden in Zukunft die hauseigene Band Kasermandl Duo, DJ Mox und DJ Steve für Stimmung sorgen.
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Shakir

Der Grenzgänger

Er musste um sein Leben rennen, wollte er eine Zukunft haben. Am 22. Juni 2019 hat Shakeel Masih das Laufen aus einem völlig neuen Blickwinkel erleben dürfen. Auf ihn und andere Trailrunner warteten bei den »Ultraks Mayrhofen« drei Distanzen mit bis zu 3.400 Höhenmetern im Aufstieg.

»Damals musste ich laufen. Aus Angst um mein Leben«.

Shakeel Masih, Geflüchteter und Trailrunner aus Pakistan

»Das wird sicher sehr spannend«, sagt Shakeel mit einem Lächeln im Gesicht. Ich treffe den in Finkenberg lebenden und arbeitenden Pakistani in Mayrhofen. Seit Erhalt eines positiven Asylbescheides im Juni 2018 begleitet ihn ein glückliches Lächeln durch den Alltag. Doch das war nicht immer der Fall, denn in seinem Heimatland hat ihm eine lokale Terrorgruppe mit Folter und Verfolgungen das Leben im wahrsten Sinne zur Hölle gemacht. Weil er mit dem Traktor eines Bauern sonntags christliche Mitmenschen aus seinem Heimatort in die Nachbarstadt zum Gottesdienst gefahren hatte – deshalb trachtete man ihm nach seinem Dasein. Es gab daher keine andere Möglichkeit, als um sein Leben zu rennen. Nach seiner Flucht zu uns spielten die österreichischen Behörden über viele Jahre ein äußerst unwürdiges Spiel mit ihm. Eindeutige Beweise für eine positive Entscheidung ließen die zuständigen Behörden bewusst unberücksichtigt. Erst das Bundesverwaltungsgericht setzte diesem »Treiben« im Sommer 2018 ein Ende. 

Wer braucht überhaupt Pflege?

»Laufen«, sagt der 38jährige heute, »ist für mich nichts Ungewöhnliches gewesen«. Schließlich habe es ihn auf der beschwerlichen Suche nach einem neuen Leben begleitet. Shakeel war ein Getriebener. »Das Laufen war früher anders. Damals musste ich laufen. Aus Angst um mein Leben«, erinnert sich der gelernte Metallschlosser. »Es lässt sich nicht mit heute vergleichen«. Aufgeben kam für ihn aber nie in Frage. Dafür war Shakeels Leben zu sehr gekennzeichnet von schlimmen Erfahrungen und vielen Entbehrungen. Während wir von einem Ferienhaus im Süden oder von Fernreisen träumen, gab es für Shakeel nur ein einziges Lebensziel: Ein Leben in Freiheit und Menschenwürde. Laufen hatte zur Zeit seiner Flucht aus Pakistan nur wenig Befreiendes an sich. »Man kann sich das so vorstellen, dass vor mir jemand war, ich hinter ihm und hinter mir ein Verfolger. Ich war mittendrin gefangen. Wie in einem Hamsterrad«. Im Gespräch mit Shakeel ist eine große Demut und Dankbarkeit spürbar. Was uns völlig normal erscheint, ist für einen geflüchteten Menschen völlig neu: Freiheit.
»Ultraks« nennt sich eine Laufveranstaltung, die von Mirko Gröschner und Michael Hodara aus Genf veranstaltet wird. Die zwei (co-)organisieren große Sportveranstaltungen wie Americas Cup, Tour de France oder Eishockey-WM. Gestartet wurde »Ultraks« 2013 in Zermatt, zwei Jahre später kam St. Moritz dazu. Im Juni 2019 feiert der Trail-Run Premiere außerhalb der Schweiz. Die Veranstalter unterzeichneten einen Vertrag mit dem TVB Mayrhofen-Hippach bis 2023.

Erster Teilnehmer aus Pakistan

Während wir uns unterhalten, nimmt Bergläufer Markus Kröll an unserem Tisch Platz. »Es freut mich, dass ich dich kennenlernen darf«, sagt er. »Und, dass du mitlaufen möchtest«. Laut Markus seien bis Anfang April rund 300 Damen und Herren angemeldet. Der Großteil davon stammt aus Deutschland. »Du bist der erste Teilnehmer aus Pakistan«. Shakeel ergänzt mit glänzenden Augen, »ja, mit einem österreichischen Reisepass für Asylberechtigte«.  Heute sieht er das Laufen als eine Art Luxus, denn »jetzt laufe ich aus Spaß und für meine Fitness«. Nicht weniger als 13 (verlorene) Jahre kann er jetzt hinter sich lassen. »Und ich darf endlich arbeiten«, zeigt er stolz auf seine Arbeitskleidung. »Ich muss mich nicht mehr aus Angst vor einer Abschiebung verstecken oder sogar im Wald schlafen. Ich kann mich nach Feierabend mal mit Freunden auf ein Bier treffen, ins Fitnessstudio gehen oder in die Berge gehen. Ich bin daheim. Und ich kann leben«.

Blick nach vorne

Der 38jährige lebt nun seit Juni 2018 ganz offiziell in Finkenberg. Seine neue Heimat durfte er zum Teil schon bei Wanderungen entdecken und genießen. »In meinem Rucksack habe ich auch mal eine warme Decke mitgenommen und habe dann unter freiem Himmel geschlafen«. Zusammen mit seiner Freundin Alicka blickt er jetzt nur mehr nach vorne.
TEXT: Florian Warum FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger, Florian Warum

Die deftige Zillertaler Kost

Deftige Zillertaler Kost

Herzlich werden wir am »Greidlhof« in Fügen von der charmanten Bäuerin Annelies Sprenger willkommen geheißen. Sie kocht für uns eine richtige »Zillachtoler Spezialität« – die Schliachtanudeln. Bei den Nudeln dürfen die Käsesorten Graukäse und Ziegerkäse nicht fehlen
Die Fügener Ortsbäuerin und Gemeinderätin Annelies kocht sehr gerne Zillertaler Spezialitäten. Ihr liegt auch viel daran, dass die Jugend die Zillertaler Hausmannskost kennt und kochen kann. »Ich selbst habe die Schliachtanudeln vor vielen Jahrenvon meiner Mama gelernt«, erzählt die hübsche Blondine gleich zu Beginn. Annelies ist in Hopfgarten aufgewachsen, ihre Eltern waren gebürtige Zillertaler. Beim Ausgehen vor nunmehr 21 Jahren hat sie in der Disco »Badwandl« in Fügen ihren Mann, den Bauern Hias, kennengelernt. »Meine Brüder, bis auf einen, der den Hof in Hopfgarten übernommen hat, sind allesamt wieder im Zillertal gelandet«, erzählt Annelies, die seit einem Jahr mit Leib und Seele Ortsbäuerin von Fügen ist. Die 48-Jährige ist es gewohnt, in der gemütlichen Küche für ihre beiden Kinder, Matthias und Veronika, sowie für ihren Mann, ihren Schwager und ihren Schwiegervater zu kochen. »Viele trauen sich nicht, die Schliachtanudeln zu machen, obwohl sie in meinen Augen nicht besonders schwierig zuzubereiten sind.«

»Die größte Schwierigkeit liegt wohl darin, die Nudeln zuzubereiten.«

Annelies Sprenger, Ortsbäuerin Fügen

Der Nudelteig

Für den Nudelteig gibt man das Mehl und die beiden Eier in eine Schüssel. Hinzu kommt das Salz und lauwarmes Wasser. »Der Teig wird gemixt, bis er relativ fest ist«, erklärt Annelies. Dann beginnt sie mit dem händischen Kneten des Teiges mit viel Mehl auf einem flachen Untergrund.  »Der Teig wird ganz dünn ausgewalkt. Dabei ist wichtig, immer reichlich Mehl zu verwenden«, erklärt die leidenschaftliche Köchin. Den dünnen Teig rollt Annelies dann zusammen und schneidet feine, schmale Nudeln ab. Diese lockert sie auf einer bemehlten Fläche auf. »So, die Hauptarbeit wäre erledigt«, schmunzelt die Zweifachmutter. Sie und ihr Mann Hias sind Vollerwerbsbauern und haben noch dazu Ferienwohnungen.  

Die Fertigstellung

In einem kleinen Topf bereitet Annelies zum Schluss noch braune Butter und Zwiebeln zu, mit denen sie die Schliach- tanudeln garniert. »Wichtig für die Schliachtanudeln ist vor allem scharfer Käse. Sollte der Geschmack zu wenig intensiv sein, gibt man noch ein Stück Zieger oder Salz und Pfeffer hinzu«, erklärt Annelies. Was nach so einer deftigen Mahlzeit natürlich nicht fehlen darf, ist ein gutes Stamperl Schnaps – diesen macht der Schwiegervater am »Greidl-hof« aus der Wunderpflanze des Zillertals, der Meisterwurz, selbst.

Schliachtanudeln
Rezept für ca. 6 Personen
Zutaten Teig:

– 50 dag doppelgriffiges Mehl
– 2 Eier
– lauwarmes Wasser
– Salz

Weitere Zutaten:
– zirka 1,5 Liter Wasser
– Salz
– 1 Becher Rahm
– 20 dag sehr würziger Käse
– 15 dag Graukäse
– eventuell etwas Zieger
– Butter und Zwiebeln

Zubereitung:
1. Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen
Nudelteig zubereiten.
2. Den Teig dünn auswalken, dazu immer reichlich Mehl verwenden.
3. Danach den Teig einrollen.
4. Feine, schmale Nudeln abschneiden. Diese auf einer bemehlten Fläche auflockern.
5. Nun Salzwasser zum Kochen bringen, die Nudeln und die verschiedenen Käsesorten hineingeben. Die Temperatur zurückdrehen. Wenn die Masse schön sämig ist, Rahm dazugeben und vorsichtig umrühren. Das Ganze einige Minuten ziehen lassen.
6.  Zwiebeln fein schneiden und in Butter goldig
anschwitzen.
7.  Zum Schluss mit brauner Butter und Zwiebeln (eventuell auch  Schnittlauch) garnieren.

Text: Tanja Gruber Foto: GPHOTO/Martin Guggenberger

Der Hagmoar geht nach Tirol

Der Hågmoar geht nach Tirol

Anfang Mai trafen sich die Ranggler aus dem Alpenraum im Zillertal, um beim Gauder-Ranggeln den Hågmoar 2019 auszuranggeln. 140 junge Athleten stellten sich der Herausforderung, nur einer konnte sich zum Gauder-Hågmoar küren. Der kam aus Osttirol und wies seine Gegner souverän in die Schranken.
Das Gauder-Ranggeln war der Höhepunkt des Gauder Festes im Zillertal und konnte mit spannenden Kämpfen die vielen Zuseher begeistern. Das Gauder-Ranggeln ist aber mehr als ein Sportfest. An dem Tag trifft sich das ganze Zillertal in Zell am Ziller, um seine Lokalhelden anzufeuern. Das Ranggeln hat im Zillertal eine lange Tradition. »Das Ranggeln hat es hier schon immer gegeben«, erklärt der Obmann des Zillertaler Rangglervereines Anton Wurm. Er organisiert zudem das Gauder-Ranggeln und ist auch als Trainer aktiv. »Ab Jänner werden die ersten Vorbereitungen für das Gauder-Ranggeln begonnen«, so Wurm. Immerhin sind an dem Tag bis zu 2000 Zuseher und Fans in der Halle. Da sollte jeder Handgriff passen.

Aber nicht nur das Organisationsteam, auch die Athleten beginnen schon früh mit ihren sportlichen Vorbereitungen. Mindestens drei Mal die Woche wird in den Vereinen trainiert. Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit wird nur selten in die Wiege gelegt. Wobei die jüngsten Ranggler fast schon im Windelalter ihre ersten Versuche unternehmen. »Der heurige Hågmoar hat schon mit acht Jahren geranggelt«, erklärt Wurm.

Hågmoar? Klingt wie ein alter Wikinger auf einem nordischen Schiff. Kommt aber aus dem Alpenraum und bedeutet soviel wie ein Meister, der über seine eigene Siedlung hinaus von Bedeutung ist. Zumindest war das früher mal so. »Der Hågmoar war früher der echte Schlichter und Richter, er hat Grenzen gezogen und Entscheidungen gefällt«,

TEXT: Heiko Mandl FOTO: Simon Hausberger

Autohaus Strasser

Unter den Bestsellern

Tolle Nachrichten aus dem Autohaus Strasser: Nach den aktuellsten Zahlen der Erstzulassungen ist die Automarke Seat eine der beliebten Marken im Zillertal und darf sich somit als präferierter Autohersteller unter den Kunden sehen. Mit ein Grund hierfür ist sicherlich die Palette an verschiedenen Modellen, die für jeden zukünftigen Autobesitzer den passenden fahrbaren Untersatz liefert.
Setzen Sie eher auf Familienautos, Kombis, Kompakt- und Kleinwagen oder SUVs? So oder so: im Autohaus Strasser in Reith werden Sie fündig. Die breite Palette an verschiedenen Modellen geht vom Ibiza über den Ateca bis zum Tarraco – viele der Kraftfahrzeuge sind auch in der TGI-Hybrid-Ausführung erhältlich, welche Erdgas (CNG) und Benzin kombinieren und dadurch Tankkosten und CO²-Emissionen reduzieren. Dabei hat das Warten nach der Bestellung im Autohaus Strasser bei Ibiza und Arona ein baldiges Ende: In nur 21 Tagen wird das neue Wunschauto in Rekordtempo geliefert. Der schnellste Weg zum Traumauto!

Wer es lieber etwas sportlicher angehen will, der sollte einen Blick auf die neuen Cupra-Modelle werfen. Die Ausführungen Ateca und Leon bieten als Cupra kraftvolle Dynamik, ein aerodynamisches Design und bis zu 300 PS. Sie sind fortschrittlich in jeder Hinsicht, modernste Sicherheitssysteme schützen Fahrer und alle Mitfahrer. Der Cupra Ateca ist dabei eine Besonderheit an sich: Er ist ein SUV mit dem Herz eines Sportwagens. In ihm vereinen sich zwei Welten, die sonst nicht zusammen-
kommen.

Da verwundert es wenig, dass Seat zu den beliebtesten Automarken im Zillertal zählt. Doch nicht nur die reiche
Palette an Modellen und die Qualität der Kraftfahrzeuge lässt die Entscheidung auf ein Auto dieser Marke fallen. Für den besten Service für die Kunden zeichnen Seat-Markenleiter Johannes Margreiter sowie die Seat-Verkäufer Herbert Moser und Patrick Tartarotti verantwortlich. Sie beraten effizient und finden für jeden oder jede das passende Seat-Modell.

Foto: SEAT S.A., GPhoto

Tiroler Bergmomente

Tiroler Bergmomente

Gerade in der Hotellerie und Gastronomie ist es wichtig, seine Gäste mit dem Ambiente zu fesseln und mit außergewöhnlichen Wandbildern in Erinnerung zu bleiben. Wer für seine Wände also etwas anderes als faden Möbelhaus-Charme oder Einheitsbrei sucht, der wird bei der einzigartigen Foto-Auswahl von bergfoto.tirol ganz sicher fündig werden. Die Hôtelièren des St. Georgs und Pramstrallers in Mayrhofen haben ihre Motive bereits.
Hört man von Bilder- und Fotodrucken in erstklassiger Ausführung, so fallen einem gleich die Zillertaler Unternehmer Andy und Melanie Steindl ein. Mit ihrem Werbehandwerksbetrieb können die beiden bereits auf mehr als 20 Jahre Erfahrung als Druckerei zurückgreifen, mit dem Online-Shop bergfoto.tirol haben sie sich weit über die Grenzen des Tals einen Namen gemacht. »Wir drucken vor allem für die Hotellerie und
Gastronomie vor Ort, für Hotelausstatter und Architekten, aber auch für heimische Fotografen und Künstler. Alle setzen höchste Ansprüche und Präzision für ihre Fotodrucke voraus und brauchen einen verlässlichen Partner«, beschreibt Andy Steindl. Den Partner haben sie im Zillertaler Unternehmerpaar gefunden, wie Fotograf Tom Klocker sagt: »Das schafft eben keine 08/15 Online-Druckerei.« Der »Rockstar« unter den
Tiroler Berg- und Naturfotografen ist einer der Mitbegründer von bergfoto.tirol und zählt unglaubliche 215000 Follower zu seinen Fans. Auch die anderen Fotokünstler wie der Natur- und Tierfotograf Fabio Hain sowie Torsten Mühlbacher, Thomas Hoflacher, Christian Schipflinger, Domi Tauber, Hanspeter Leiter, Dominic Ebenbichler und Tom Pfister verstehen es, die Schönheit ihrer Zillertaler Heimat in ihrem unnachahmlichen Stil festzuhalten.

Einheimische setzen drauf

Das Bilderangebot im Shop wächst sozusagen täglich, in einem Jahr hat sich dieses sogar verdoppelt. Derzeit findet man dort bereits mehr als 1800 Bilder aus der Tiroler und Südtiroler Bergwelt, die ausgewählt und auf verschiedensten Materialien wie Holz, Acrylglas oder Leinwand versandkostenfrei bestellt werden können. Es werden zwar fixe Größen angeboten, allerdings sind die Steindls absolute Spezialisten und realisieren deshalb auch Kundenwünsche in jeder noch so kleinen oder großen Ausführung. Die Qualität zu schätzen wissen auch die Hôtelièren der Betriebe St. Georg und Pramstraller in Mayrhofen. Bei ersterem erstreckt sich eine wunderschöne Bergkulisse von Tom Klockner über eine Wand des Hotels. »Wir haben hier im Zillertal eine atemberaubende Natur, die man oft nicht mehr so wahrnimmt, wenn man sie jeden Tag sieht«, beschreibt Liesa Pfister. »Daher haben wir uns für einen Druck, auf dem die Landschaft abgebildet ist, entschieden. Noch dazu ist Tom ein grandioser Fotograf mit gewaltigen Bildern und ein guter Freund von uns.« Auch Bettina Pramstraller vom gleich- namigen Hotel findet nur lobende Worte: »Wir haben damals die Rezeption neu gemacht und noch eine Dekoration gebraucht. Familie Steindl hat uns verschiedene Motive vorgeschlagen, uns hat der Steinbock am besten gefallen. Auch weil er im Wappen von Mayrhofen ist und somit besonders gut passt.« Ein gestochen scharfes Foto eines Steinbocks von Fabio Hein schmückt den Eingangsbereich des Hotels.

FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Firma Projekta aus Reit

Sanfter Schlaf

Auf Wasserbetten schläft es sich gut. Das wissen nicht nur die Experten der Firma Projekta in Reith, auch aus medizinischer Sicht ist solch ein Bett zu empfehlen. Und das Beste daran: die Fachkräfte des heimischen Unternehmens beraten und montieren kompetent und stehen für alle Fragen direkt vor Ort zur Verfügung.
Der überwiegende Teil der Erde besteht aus Wasser. Es ist ein universelles Element. Wasser dient neben der täglichen Hygiene auch zur Heilung von Krankheiten, zum Entspannen, zum Transport von Schiffen – und einem Urlaub am Wasser wird ein extrem hoher Erholungswert zugeschrieben. Wasser bietet aber auch eine perfekte Unterstützung des gesamten Körpers für den erholsamen Schlaf. So verwundert es wenig, dass Wasserbetten-Benützer auf die kuscheligen, wohligen Nächte in ihrem Bett schwören. Der Ansprechpartner im Tiroler Unterland für den Erwerb eines hochwertigen Wasserbetts ist die Firma Projekta in Reith. Bei dem heimischen Unternehmen setzt man auf perfekt ausgebildete Fachkräfte – so wie es Dominik Widner eine ist. Der Spezialist für Wasserbetten schafft mit einem offenen Ohr für die Kunden das perfekte Schlafsystem – von der Beratung und Planung über die fachmännische Montage bis zur Wartung des Wasserbetts. Bei Projekta erhält man ein breites Angebot an Wasserbetten und Wassermatratzen in ITW-Qualität – dem Wasserbett aus Österreich.

Frei von Beschwerden

Die medizinischen Vorteile von Wasserbetten sind seit Jahren unumstritten. Dennoch gibt es unzählige Menschen, die unter der einen oder anderen Krankheit leiden und doch so einfach Linderung erfahren könnten: Durch einen Wechsel zum Wasserbett. Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Arthritis- und Gelenkentzündungen, Durchblutungsprobleme oder Allergien gehören so mit einem Besuch bei Projekta Reith bald der Vergangenheit an. Auch besonders für bettlägrige Patienten kann ein Wasserbett segensreich sein. Dank der optimalen Druckverteilung wird dem Wundliegen
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Platzer Lebensräume

Visionen werden Wirklichkeit

Ein leerer Raum kann alles sein. Was wir daraus machen, bleibt uns selbst überlassen. Innenarchitekt und Geschäftsinhaber von Platzer Lebensräume, Andreas Platzer, und sein Team wissen, wie man Wohnräume zum Wohlfühlen schafft.
Der leere Raum bietet seinen zukünftigen Bewohnern unendlich viele Möglichkeiten. Andreas Platzer und sein Team der Platzer Lebensräume finden die eine Lösung, die perfekt zu ihren Kunden passt – kreativ, kompetent und zukunftsweisend.

Individuelle Lösungen.

Seit zehn Jahren – vormals unter dem Namen P & P Wohnprofis – werden in Fügen im Zillertal hochwertige Möbel nach Maß gefertigt. Und nicht nur das, hier werden zukunftsweisende Ideenzur Realität. Mit großem Gespür für die individuellen Wünsche seiner Kunden entwirft Andreas Platzer gemeinsam mit seinem Team der Platzer Lebensräume formvollendete Wohnkonzepte zum Wohlfühlen, immer auf der Suche nach einer innovativen Lösung am Puls der Zeit.

Innovative Entwürfe.

Wer mit der Zeit gehen möchte, der braucht vor allem eines: Mut zur Veränderung. Zum zehnjährigen Firmen- jubiläum bekommt das Unternehmen Platzer Lebensräume daher ein neues Gesicht. Das optische Erscheinungsbild wird an die hohen Qualitätsstandards der täglichen Arbeit angepasst.

Mit Herz geplant.

Andreas Platzer und sein Team der Platzer Lebensräume sind sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst – in einfühlsamen Gesprächen mit ihren Kunden finden sie heraus, was diese wirklich wollen. Oft regen sie ein Umdenken an und zeigen kreative Lösungen auf, die vorher vielleicht undenkbar waren.

FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Cia Pizzaria

Pizza, Pasta & Amore

Dolce Vita inmitten des Zillertals: Mit Liebe wird im Ciao e più in Mayrhofen gekocht und in einem Ambiente, das man sonst nur aus dem Italienurlaub kennt, gegessen. Zwischen dem unwiderstehlichen Geruch der frisch zubereiteten Speisen, einem Glas Wein unter Freunden und liebevollen Details im mediterranen Stil – hier lässt sich ein anstrengender Alltag schnell vergessen.
Wer liebt es nicht – das süße Leben Italiens? Monika Lechner-Kröll und ihr Sohn Florian haben sich ganz der mediterranen Küche mit all ihren Köstlichkeiten verschrieben. Seit 18 Jahren ist das Ciao nun die Institution für italienisches Lebensgefühl in Mayrhofen, wobei Monika damals als Besitzerin einer Nudelbar kleiner angefangen hat. »Ich wollte etwas, in das man nach der Arbeit auch noch gehen kann«, verrät sie. »Auf ein gutes Glas Wein oder eine Kleinigkeit zu essen.« Inzwischen ist aus dem Ciao das Ciao e più geworden – più pasta, più vino, più vita!

»Wer richtig gut und frisch essen sowie keine langen Wartezeiten haben möchte, der ist bei uns richtig!«

Florian Eberl, Küchenchef Ciao e più

Frisch und leicht

Prosciutto e melone, Carpaccio alla parmigiana, Spaghetti aglio é olio oder Pizza Cappricciosa – wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Verantwortlich für die Küche zeichnet Florian, der seit sechs Jahren die Küche leitet. Frisch, leicht und ehrlich – so wird im Ciao e più gekocht. »Auf unserer Tageskarte finden sich Gerichte, die zur Saison passen«, gibt der 25-Jährige einen Tipp für alle, die ganz nach den Jahreszeiten essen wollen. »Je nachdem was es aktuell auf dem Markt gibt, das kommt bei mir in die Küche.« Vorzügliches Essen in netter Gesellschaft, das bietet die Zillertaler Pizzeria. »Wer richtig gut und frisch essen sowie keine langen Wartezeiten haben möchte, der ist bei uns richtig!« Zum Glück fehlt dann nur noch Caffé und Tiramisù – buon appetito!

Foto: GPhoto / Martin Guggenberger

Platzalm

Ein schräger Heimatabend

»DaBerrer« kommt am Samstag, den 17. August, auf die Platzlalm in Kaltenbach. Mit im Repertoire hat er einen abendfüllenden Kulturvortrag, der vor umgedichteten Perlen des Austropop sprießt. Das ahnungslose Publikum wird mit einer unfreiwilligen Kulturreise durch das oberösterreichische Innviertel – so unberührt wie unbekannt – beglückt.
In eine Welt eintauchen, in der die Begriffe Kunst und Dünger unzertrennlich miteinander verbunden sind. Eine Welt aus rivalisierenden Dörfern, in der verbotene Liebe unweigerlich nicht nur zu zerbrochenen Herzen, sondern auch zu mehrfach gebrochenen Knochen führt. Eine Welt, in der »Emannzipation« gelebt, aber dafür mit Doppel-»n« geschrieben wird. Das Publikum lernt das Innviertel mit seinen Eigenheiten kennen beziehungsweise lernt es die Eigenheiten der Innviertler kennen.Der schräge Heimatabend mit dem Berrer bringt Jung und Alt zum Schmunzeln. Dabei ist dem Kabarettneuling Manuel Berrer mit seinem Debutprogramm »ausgepopt« der Erfolg quasi passiert. Eigentlich wollte er nur wissen, ob er neben seinem Physikstudium (das er inzwischen abgeschlossen hat) und seiner Band auch ein Kabarettprogramm schreiben kann. Heute wissen wir: er kann!  Aber anstatt, dass sich das Programm nach den ersten Auftritten mehr oder minder im Sande verlief, wurden die Engagements immer mehr und die Lokalitäten immer größer. Mit einem Wort: der Berrer kam mit seinem Programm beim Publikum bestens an. Übrigens: 2018 gewinnt er gleich zwei Kabarettwettbewerbe – das Kufsteiner Salzfassl und den Salzburger Sprössling. Und jetzt ist er am 17. August auf der Platzlalm zu Gast.
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Neue Welt des Wohnens

Neue Welt des Wohnens

Wohlfühlen ist individuell, genau wie Geschmack, über den sich zwar nicht streiten, wohl aber nachdenken lässt. Ganz nach diesem Credo setzt man bei der Raumausstattung Michael Dreier auf hohe Qualität in Beratung und Ausführung – möglich macht das unter anderem auch der neu konzipierte Showroom.
Herzlich willkommen in der Welt des Wohnens! Bei der Raumausstattung Michael Dreier werden alle Spielräume genutzt, um Harmonie und Atmosphäre in die Räume zu zaubern und diese gekonnt in Szene zu setzen. Und das bereits seit 20 Jahren! »Zum Jubiläum haben wir uns etwas Besonderes überlegt«, sagt Melanie Dreier, sie ist für die Korrespondenz, die Buchhaltung und die Fakturierung im Betrieb zuständig. »Alles sollte neu werden.« Gesagt, getan: nach einer Umbauphase erstrahlt die Außenfassade und der Showroom des Unternehmens in neuem Glanz. Ein Wohlfühlambiente im Innenraum wurde mit warmem Altholz geschaffen, eine breite Palette von ausgestellten Produkten bringt Ideen für das Interieur. »Die Kunden sollen sich bereits beim Aussuchen rundum wohlfühlen«, ergänzt Michael. »Sie sollen in unserem Showroom das Gefühl vermittelt bekommen, in einem Wohnzimmer zu sein.«

»Uns war beim Umbau wichtig, dass der Showroom wohnlich ist.«

Michael Dreier, Raumausstattung Michael Dreier

Persönlicher Wohn(t)raum

Ob ausmessen, nähen, polstern, verlegen, montieren, reparieren, tapezieren oder schleifen – wer seine eigenen vier Wände verschönern möchte, der ist bei dem Raumausstatter in Stumm genau richtig. Von der Beratung bis zum liebevollen Dekor, bei Familie Dreier kümmert man sich als Familienunternehmen um alle Belange der Kunden. In einer eigenen Polster- und Nähwerkstätte wird Qualität für Jahre geschaffen, durch Maßanfertigungen wird jeder noch so individuelle Wohnwunsch erfüllt. »Wir bieten eine große Auswahl an Farben und Designs für jeden Einrichtungsstil – ob klassisch, modern oder rustikal«, beschreibt Melanie. »Topaktuelle Materialien lassen der Fantasie freies Spiel.« Das vierköpfige Team des heimischen Raumausstatters macht.

Foto: GPHOTO / Martin Guggenberger

Brindliner Versicherung

Wir versichern seit 1967

Versichern ist eine hochinteressante und spannende Materie«, das erzähle ich jedem neuen Mitarbeiter beim Bewerbungsgespräch aus tiefster Überzeugung. Wir sehen viel mehr als nur nackte Bilanzzahlen, wir sehen das Unternehmen dahinter, sei es Produktionsabläufe, neue Produkte und Ideen. Unsere Versicherungslösungen müssen dann funktionieren, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.
Richtig begonnen hat alles mit einem strittigen Leistungsfall mit einem Versicherer. Mein Vater war ursprünglich nebenberuflicher Mitarbeiter eines namhaften österreichischen Versicherungsunternehmens. Nach einem Drachenflug-Unfall eines jungen Familienvaters wollte die Versicherung, entgegen klarer Vereinbarungen, nicht leisten. Man hat damals versucht meinen Vater massiv unter Druck zu setzen. Letztendlich hat sich, nach Einbringung einer Klage, alles zum Guten gewendet und der Versicherer musste zahlen. Das war der Punkt, an dem er sich entschieden hat die Seite zu wechseln und sich als Versicherungsmakler selbständig zu machen. Das war der Startschuss für die Brindlinger Versicherungsmakler GmbH in Zell am Ziller. Das wäre heute so gar nicht mehr möglich, dazu hat sich die Versicherungswelt seither viel zu stark verändert. Durch die überbordente Regulierung und Bürokratie der letzten Jahre sind viele Dinge komplizierter geworden. Als One-Man-Show hat man da überhaupt keine Chance mehr und die Digitalisierung wird auch unsere Branche in den nächsten Jahren sehr stark verändern. Mittlerweile sind wir dreißig Mitarbeiter mit Standorten in Zell am Ziller und in Jenbach sowie eigener KFZ-Anmeldestelle. Unser Unternehmen zählt zu den größten unabhängigen Versicherungsmaklern Westösterreichs.

»Gerade im Baugewerbe und im Planungsbereich sind wir mittlerweile eine feste Größe in Österreich.«

Josef Brindlinger, Geschäftsführer Brindlinger Versicherungsmakler GmbH

»Versicherungsbedingungen sind standardisierte Vertragswerke.«

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass Versicherung immer eine hochkomplexe Materie bleiben wird und gerade im B2B-Bereich persönliche Beratung erfordert. Jedes Unternehmen ist aber für sich individuell und einzigartig und da ist es eben wichtig, diese Vertragsbedingungen auf lebensnahe Sachverhalte anzupassen. Ob eine Versicherung nur ein bedrucktes Blatt Papier ist oder das hält was sie verspricht, erkennt man ja letztendlich erst im Schadenfall, wie auch das eingangs erwähnte Beispiel verdeutlicht. Und da ist eben auch Erfahrung das Um und Auf. Als erfahrene Experten sorgen wir für Transparenz. Nach einer eingehenden Risikoanalyse erarbeiten wir ein individuelles Deckungskonzept, das die Bedürfnisse aufgreift. Was braucht man zum Glück? Sicherheit! Und was macht Sicherheit aus? Das Gefühl stets begleitet zu sein! Das Wissen um einen Partner, der auch in anspruchsvollen Situationen besteht! Die meisten unserer Kunden haben wir durch schwierige Schadenfälle gewonnen. Das sind dann so Beispiele wie eine zu geringe Versicherungssumme in der Feuerversicherung, ein Deckungsbeitrag in der Betriebsun

Projekt, das ist unglaublich. Den Versicherungsschutz dafür haben wir hier im Zillertal entwickelt. Das macht uns dann auch irgendwie stolz.

terbrechungsversicherung, der nie an die tatsächlichen Erfordernisse angepasst wurde oder einfach fehlende Sonderdeckungen in Verträgen. In der Schadenabwicklung trennt sich die Spreu vom Weizen. Und gerade hier punkten wir mit Kompetenz, Einsatz und Persönlichkeit. Wir versichern schließlich seit 1967. Seit meiner Übernahme im Jahr 2013 haben wir das Unternehmen komplett umgekrempelt, uns auf unsere Kernkompetenzen konzentriert und auf gewisse Branchen spezialisiert wie z.B. Baufirmen, Planer, Hotellerie und Industriekunden. Im Nachhinein betrachtet war das die absolut richtige Entscheidung, um auch in Zukunft bestehen zu können.

Jedes Projekt ist eine Herausforderung.

Eine riesen Herausforderung war zum Beispiel die Versicherungslösung für die Umfahrung Amras bei Innsbruck. Eine Überbauung der Inntalautobahn, auf einer Länge von einem Kilometer, bei laufendem Verkehr. Tausende Fahrzeuge jeden Tag, die den Baustellenbereich passiert haben. Das war eine technische und organisatorische Meisterleitung, in jeder Hinsicht – auch im Versicherungsbereich. Gerade im Baugewerbe und im Planungsbereich sind wir mittlerweile eine feste Größe in Österreich. So ist es uns zum Beispiel gelungen Projektversicherungen für das Krankenhaus Nord in Wien oder die Med-Uni in Linz zu entwickeln. Es ist unglaublich, über welches Know How unsere Kunden in ihren Fachgebieten verfügen, da können wir manches Mal nur staunen. Ein Projekt, das so in Europa vermutlich nie umsetzbar wäre, wird gerade im Norden von Chile realisiert. Dort wird ein Förderband für Rohstoffgewinnung auf einer Länge von 34 Kilometern errichtet. Das ist so lang wie das Zillertal. Unser Kunde – ein Ingenieurbüro aus Tirol – erstellt die komplette Lawinensimulation für dieses
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Betten Eberharter

Wie schöne Träume entstehen

Irgendwo, in einem der geschäftigsten Täler Tirols, schreibt ein echter Handwerker die Geschichte vom perfekten Bett: sanft und fest zugleich, wohlig fürs Gemüt und ansprechend fürs Auge. Tausende Ideen werden dazu geboren und ausprobiert, es wird gezeichnet und entworfen. Nach bester Tradition wird gesägt und gehobelt, zugeschnitten und eingepasst, von Hand gepolstert und genäht.
Ramsau im Zillertal ist die Heimat eines der bedeutendsten Produzenten von Matratzen und Boxspringbetten Westösterreichs. Der Traditionsbetrieb Betten Eberharter entwickelt und fertigt hier und in Zell am Ziller seit 1974 Qualitätsprodukte rund um das Thema Schlaf. Mit traditionellem Handwerk, moderner Technik und zuvorkommendem Service ist das Familienunternehmen zum Liebling der nationalen und internationalen Top-Hotellerie avanciert und als Tiroler Traditionsbetrieb ausgezeichnet worden.

Ein Bett für wirklich guten Schlaf. Ein Bett, »wia für mi g’macht«.

Hochwertige Privatkollektion

Bei der stetigen Weiterentwicklung desSortiments wird seit jeher besonderes Augenmerk auf Boxspringbetten gelegt. Dank komfortabler Einstiegshöhe, bewährtem Federkernaufbau und edlem Exterieur sind die bequemen Premium-Betten allseits beliebt. »Nun haben wir eine innovative Privatkollektion entwickelt, die die traditionellen Qualitätskriterien des Tiroler Handwerks in die heimischen Schlafzimmer bringt und das herkömmliche Boxspringbett zeitgemäß interpretiert«, sagt Roman Eberharter, Geschäftsführer Betten Eberharter. Bei der Fertigung setzt man zudem auf Regionalität: Vor Ort wird designt, produziert, gepolstert und genäht. Die Wertschöpfung bleibt so im Tal erhalten, Nachhaltigkeit und Qualität der Produkte können lückenlos garantiert werden. »Besonders wichtig sind uns die modernen Arbeitsplätze und familienfreundlichen Berufsmöglichkeiten, die wir im Zillertal schaffen«, setzt der Geschäftsführer fort.

Vielfältige Optik

Das vielseitige Design der Betten bietet für jeden Geschmack und jeden Wohnstil das passende Modell. Himmlisch leicht zeigt sich die Linie »Himml«, klassisch elegant präsentiert sich das bewährte Boxspringbett »Bestatt«. Durch unterschiedliche Polsterungen und Steppungen bieten sich nahezu vunendlich viele Möglichkeiten. »Himml Bero« beispielsweise, entworfen von der Industriedesignerin Dana Däweritz, besticht mit luxuriöser Samtoptik. Modern und zeitlos zeigt sich hingegen »Himml Bevi« mit schlichter Steppung aus feinem Loden. Zierliche Proportionen und unsichtbare Füße verleihen beiden Modellen eine elegante Leichtigkeit und eine schwebende Optik. Die Bettstatt »Beto« ist gediegen gebaut und bewährt in der Formgebung, allerdings wurde mit einer reduzierten Bettkasten- und Fußhöhe die übliche Wuchtigkeit vermieden. Tolles Polsterhandwerk gibt es bei der Bettstatt »Bege« zu sehen: Verwendet unendlich viele Möglichkeiten. »Himml Bero« beispielsweise, entworfen von der Industriedesignerin Dana Däweritz, besticht mit luxuriöser Samtoptik. Modern und zeitlos zeigt sich hingegen »Himml Bevi« mit schlichter Steppung aus feinem Loden. Zierliche Proportionen und unsichtbare Füße verleihen beiden Modellen eine elegante Leichtigkeit und eine schwebende Optik. Die Bettstatt »Beto« ist gediegen gebaut und bewährt in der Formgebung, allerdings wurde mit einer reduzierten Bettkasten- und Fußhöhe die übliche Wuchtigkeit vermieden. Tolles Polsterhandwerk gibt es bei der Bettstatt »Bege« zu sehen: Verwendet unendlich viele Möglichkeiten. »Himml Bero« beispielsweise, entworfen von der Industriedesignerin Dana Däweritz, besticht mit luxuriöser Samtoptik. Modern und zeitlos zeigt sich hingegen »Himml Bevi« mit schlichter Steppung aus feinem Loden. Zierliche Proportionen und unsichtbare Füße verleihen beiden Modellen eine elegante Leichtigkeit und eine schwebende Optik. Die Bettstatt »Beto« ist gediegen gebaut und bewährt in der Formgebung, allerdings wurde mit einer reduzierten Bettkasten- und Fußhöhe die übliche Wuchtigkeit vermieden. Tolles Polsterhandwerk gibt es bei der Bettstatt »Bege« zu sehen: Verwendet.

FOTO: Simon Mathoi

Nichts für Spaßbremsen

Nichts für Spaßbremsen

Am Penken in Mayrhofen dreht sich alles um Action und Spaß für Groß und Klein. Ob mit viel Geschick an den Stationen des Motorik-Parcours zu balancieren, in einem der Funballz über den Speicherteich zu jagen oder mit einer gehörigen Portion Mut im E-Trial-Parcours sein Geschick zu beweisen: alle erleben am Actionberg Penken einen abenteuerlichen Sommertag mit unvergesslichen Momenten.
Darf es ein ganz besonderes Erlebnis sein? Umgeben von einer faszinierenden Bergwelt bietet die Funsportstation am Penken großen und kleinen Actionliebhabern sportliche Erfahrungen, die sie nicht jeden Tag erleben: Auf zwei verschiedenen Bergroller-Touren kann der Berg rollend erkundet werden, in den Funballz kann die ganze Familie über das Wasser laufen und kugeln, ohne dabei nass zu werden. Der im letzten Sommer angelegte Motorik-Parcours sorgt bei
allen Altersklassen für gute Laune – zwölf Stationen gilt es dabei mit viel Geschick und Balance zu überwinden. Damit das Abenteuer gelingt, starten Groß und Klein in der Trainings- und Aufwärmstation. Ein weiteres Highlight ist der E-Trial-Parcours: Hier zeigt sich schnell, wer Geschick, Koordinationsfähigkeit und starke Nerven besitzt! Die Elektromotorräder, auch E-Trials genannt, sind auf die Anforderungen von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen abgestimmt, funktionieren mit umweltfreundlichem Elektroantrieb und sind nahezu geräuschlos. Ein idyllischer Bergspielplatz mit Schaukeln, einem Kletterturm, einer Rutsche sowie einem Wasserspielplatz rundet das Angebot der Funsportstation Penken ab und sorgt auch bei den ganz kleinen Gästen für viel Spaß und Unterhaltung. Ob Wandern, Mountainbiken, Klettern oder Paragleiten – der Actionberg lässt
keine Langeweile aufkommen und hält unglaublich viele Möglichkeiten für einen spannenden Tag bereit. An der Bergstation der Kombibahn Penken startet der neu gestaltete kinderwagentaugliche Panoramarundweg, der an verschiedenen Aussichtsstationen ein grandioses Panorama sowie einen Überblick über alle Sportarten am Penken bereithält. Für alle, die sich in luftige Höhen begeben wollen, bieten die Klettersteige »Knorren Nadel« und »Steinbock« am Knorren beste Voraussetzungen. Die dazu benötigten Klettersteigsets gibt es an der Funsport-grandioses Panorama sowie einen Überblick über alle Sportarten am Penken bereithält. Für alle, die sich in luftige Höhen begeben wollen, bieten die Klettersteige »Knorren Nadel« und »Steinbock« am Knorren beste Voraussetzungen. Die dazu benötigten Klettersteigsets gibt es an der Funsport- station zum Ausleihen (gegen Gebühr, nach Verfügbarkeit).
Foto: Mayrhofner Bergbahnen

Hilfe & Herz und Verstand

Hilfe mit Herz und Verstand

Die Thematik Pflege und Betreuung von Angehörigen ist heute aktueller denn je. »Früher wurden Pflegebedürftige automatisch und selbstverständlich in der Familie versorgt, heutzutage ist es aufgrund wohnlicher und beruflicher Veränderungen oft nicht mehr möglich«, sagt Birgit Platzgummer von »Pflege- Hilfe-Organisation Platzgummer«. Was zu tun ist, wenn der Pflegefall eintritt, erklärt sie im Interview.

»Jeder kann von heute auf morgen ein Pflegefall werden«, wird die Ramsauerin nachdenklich. »Speziell Angehörige stehen dann oft vor schier unlösbaren Problemen.« Birgit Platzgummer hat sich dieses Jahr mit der Firma »Pflege-Hilfe-Organisation Platzgummer« selbstständig gemacht, um Familien bei dieser Thematik unter die Arme zu greifen. »Was ist zu tun? Ist eine häusliche Pflege überhaupt möglich? Was bedeutet die neue Situation für Angehörige und was ändert sich in der Familie?«, zählt sie nur einige Fragen auf, die die Betroffenen zu Beginn der neuen Situation quälen. »Vieles ist zu erledigen, aber die ganze Thematik Pflege ist den meisten gar nicht geläufig. Die wenigsten wissen, an wen sie sich wenden können.«

 

»Meine Art von Wertschätzung ist es, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Interesse zu zeigen.«

Birgit Platzgummer, Pflege-Hilfe-Organisation Platzgummer

Wer braucht überhaupt Pflege?

Kranke Personen werden von nahen Angehörigen zuhause gepflegt – dieses Bild wird langläufig kommuniziert, wenn diese Thematik im Raum steht. Und es kommt nicht von irgendwoher: nach dem Österreichischen Pflegevorsorgebericht 2017 erfuhren beinahe 98 Prozent der Pflegegeld beziehenden Personen Unterstützung durch nahe Angehörige beziehungsweise Bekannte, darunter knapp die Hälfte durch ihre Kinder. »Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen Pflege, um alltägliche Tätigkeiten, wie Körperpflege, Beschaffung von notwendigen Hilfsmitteln, Medikamenten, Verpflegung, Organisation von Therapien und Arztbesuchen, bewältigen zu können«, erklärt Birgit. »Hinzu kommt noch, dass die überwiegende Zahl der Pflegenden selbst bereits über 50 Jahre alt ist.« Aus dem Pflegevorsorgebericht des Sozialministeriums geht ebenso hervor, dass bei den älteren Erwachsenen (ab dem 65. Lebensjahr) deutlich altersbedingte Erkrankungen überwiegen. Diese beginnen mit einem hohen Anteil an Demenz von mehr als einem Drittel der Pflegebedürftigen und gehen bis zu Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Pflegebedürftigkeit trifft aber nicht nur Menschen in einem höheren Alter, auch jüngere Personen können mit Beeinträchtigungen konfrontiert werden.

Hilfe und Information

Schlussendlich brauchen aber nicht nur pflegebedürftige Menschen, sondern auch deren pflegende Angehörige Hilfe und Information. Diese kommen unter anderem von Sozialsprengeln der Gemeinden oder auch von Firmen, die für Fragen zum Thema »Pflegefall« ein offenes Ohr haben – wie die der zweifachen Mutter mit pharmazeutischer Ausbildung. Auch sie will ihren Anteil beitragen und sagt: »Die Pflege daheim soll eine etwas weniger große Herausforderung für alle
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger

Orgelbauer Christian Erler

Töne und Register

Bischöfe und Priester haben vermutlich große Freude mit ihm. Denn es dürfte nur sehr wenige Kirchenbesucher geben, die genauso häufig wie er in eine Kirche gehen. Orgelbauer Christian Erler aus Schlitters sorgt für den guten Ton in den Gotteshäusern. Aber nicht nur dort.
Während wir einen Interviewtermin ausmachen, bricht immer wieder die Verbindung ab. »Dieses Problem haben wir mit Orgeln nicht«, bemerkt Christian Erler amüsiert, »denn sie halten bedeutend länger als Mobiltelefone der früheren Generation (die neuesten haben keine lange Lebensdauer, Anm.).« Gute Pflege und gutes Raumklima vorausgesetzt, seien sogar mehrere Jahrhunderte möglich. »In Schlitters sind wir sehr selten. Momen
tan so gut wie überhaupt nicht«, sagt der ausgebildete Tischler und Orgelbauer. Mit »wir« meint er sich selbst, Sohn Pius und zwei weitere Mitarbeiter. Meist trifft man sie bei der Arbeit in einer der vielen Kirchen. Es muss aber nicht immer solch ein Gebäude sein. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs sind sie im Passionsspielhaus Erl beschäftigt. Spätestens bei den Passionsspielen ist die dortige Orgel wieder gefragt. Bis dahin gibt’s viel zu tun.
Text: Florian Warum Photo: GPhoto/Martin Guggenberger

Car Lovers beim Kosis

Mountain & Soul Sommer Opening

Da heulten die Motoren so richtig auf: Beim »Car-Lovers – Kosis Lifestyle Roadtrip« staunten einige heuer nicht schlecht, welche Sportwagen vor der Haustüre der Fügener Bar und Hotel standen. Hintergrund war der jährliche Roadtrip der Vogt Folientechnik aus Karlsruhe samt einigen ihrer Kunden. »Der Poliertechniker Simon Vogt lud dieses Jahr wieder von Mittwoch bis Sonntag zu einem Sportwagentreffen zu uns ins Zillertal«, weiß Tom Huber vom Kosis Bescheid. »Sie fuhren in den Tagen auch verschiedene Strecken vom Tal aus: einen Tag über den Gerlospass nach Kitzbühel und wieder zurück, einen anderen über die Höhenstraße oder zum Achensee hinauf.« Am Freitag wartete noch ein besonderes Event auf die »Car-Lovers«: Die High-Heels- Party, bei der auch viele Einheimische einen Blick auf die Sportwagen werfen können.

Binderholz Karbarett

Mountain & Soul Sommer Opening

»Wonn hom denn Sie des letzschte Mol die Sau auselossn?«, fragt Tanja Ghetta zu Beginn schmunzelnd auf der Bühne. Mitte März bot die gebürtige Tirolerin mit ihrem Solo-Kabarettprogramm im Fügener »FeuerWerk« viel Stoff zum Lachen. In »Trotzphase« – so der Titel – brachte die Schauspielerin und Kabarettistin pointiert auf den Punkt, was Trotz für sie bedeutet. Nur eine Phase oder eine Lebenseinstellung? Gscheit ist die Trotzphase vielleicht nicht immer, aber zumindest cool, so das Resümee. Aber genauso cool war der Auftritt von ihr, kaum einer konnte sich das Lachen verkneifen. Frech, laut und mit Puppe als Requisite – ein gelungener Abend.

Gemeinsamer Kochabend

Mountain & Soul Sommer Opening

Am 10. Mai lud das »Platzer Lebensräume«-Team rund um Andreas Platzer zum Kochen in den stylischen Showroom nach Fügen. Bei einer »gechillten Arbeitsatmosphäre« wurden Ideen ausgetauscht, Ratschläge gegeben, Geräte ausprobiert und deren Funktionen gelernt, neue Rezepte gekocht und vor allem richtig gut gegessen. Unter anderem stand die richtige Zubereitung von Spargel auf dem Programm. Sympathisch wurde die Funktionsweise der eigenen Geräte von Michael Schallner nähergebracht – denn wer liest schon gerne Gebrauchsanweisungen? Nach diesem Abend war es sicher nicht mehr nötig.

Penkentenne

Alles Gute…

… zu 50 Jahren Penkentenne! Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: seit fünf Jahrzehnten (oder seit 1969) gibt es bereits das Restaurant der Familie Huber am Penken. Da hieß es Ende März zu Recht, »Hoch die Hände – Penkentenne!«. Bei schönstem Sonnenschein wurde auf das Jubiläum angestoßen, ab 12 Uhr spielten »Die drei Ginzlinger« – Martin Pecar, Alfred Geisler (Schwarzenstein) und Ulli Huber (Hegl) – auf. »Die Zeit bleibt nicht stehen, das wissen wir genau. Und so lassen wir uns immer wieder etwas Neues für unsere Gäste einfallen«, sagen Petra und Hermann Huber. Auf die nächsten 50 Jahre!

Best dressed im Herbst

Best dressed im Herbst

Lederjacken, Animal-Prints und verspielte Outfits im Layering-Look sind diesen Herbst und Winter groß im Kommen. Außerdem sind Federn jetzt voll angesagt. Wir zeigen trendige Styling-Ideen für die Saison.

»Unser Model «

Manuela Schweiberer, 36

Manuela lebt mit ihrer Familie in Gerlosberg und präsentiert diesmal die aktuellen Outfits von Mode Simpl. Die Mutter von zwei Kindern im Alter von zwei und 13 Jahren ist auch privat eine echte Fashionista: »Ich liebe es, zu shoppen!« Einen bevorzugten Stil hat sie dabei nicht, denn Manuela gefällt das Meiste, was in ist: »Am liebsten mag ich es abwechslungsreich und bunt!«, sagt die 36-Jährige. Ansonsten verbringt die Bürokauffrau ihre freie Zeit am liebsten mit Sporteln, zum Beispiel mit Wandern oder Skitourengehen. Die Kombinationen dieser Modestrecke hat Jenny von Mode Simpl nach den aktuellen Fashion-Trends zusammengestellt. Mit dabei sind verschiedene Designer-Marken wie Guess, MarcCain oder Liu Jo.
CASUAL FRIDAY Lage, Lage, Lage heißt es bei diesem lässigen Outfit, das sich auch im Büro zum trendigen Hingucker macht: Der Mantel sticht mit dem abknöpfbaren Kragen im Zebra-Look sofort ins Auge, das kurz geschnittene, ärmellose T-Shirt passt mit coolem Zahlen-Aufdruck dazu. Der Rock im Karo-Look ist nicht nur hip, sondern auch total bequem, ebenso wie die Sneakers in Black & White mit extra breiten Sohlen.

LADY IN PINK
Was für eine starke Kombi: Der rosa Trenchcoat mit Kapuze ist figurbetont, durch ein Taillenband, das sich enger oder weiter ziehen lässt. Die stretchigen Overknee-Stiefel in Schwarz bilden einen starken Kontrast zur zarten Pastellfarbe des Mantels. Dazu passt der angesagte Rock im Feder-Look und der kompakte Rucksack mit Rosen-Applikationen und Nieten. Für den coolen Durchblick sorgt die abgerundete Spiegelsonnenbrille.

SCHÖNE AUSSICHT
Die grauen Jeans mit Glitzerkette trägt Manuela leicht hochgekrempelt, damit die überknöchelhohen Boots in Weiß und Silber-Metallic glänzend am besten zur Geltung kommen. Die Kunstlederjacke in Schwarz ist extra kurz geschnitten und wird am besten mit einem coolen Shirt getragen. Bei Manuela ist es ein weißes mit trendigem Aufdruck in Silber. Super praktisch und stylish macht sich dazu die Bauchtasche im Metallic-Look!

NICHT OHNE MEINE JEANS Denim bleibt ein Dauerbrenner unter den Fashion-Trends 2019. Manuela trägt eine blaue Jeans im Used-Look und mit hinterlegten Schlitzen. Das bunte Top mit Ethno-Mustern ist der modische Begleiter zu jeder Jeans und der halblange Mantel in dunklem Gelb verleiht der Kombi Elegance. Dazu passen die schwarzen Boots mit Reißverschlüssen und bequemen Absätzen.

Marketenderinnen Treffen

Farbe in den ersten Reihen

Im Rahmen des Schützen Regimentstreffens im August findet heuer das dritte Marketenderinnen-Treffen in Kaltenbach statt. Daran teilnehmen werden Frauen aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol sowie Bayern in ihren schönsten Trachten – die Zillertalerinnen stellen sich vorab vor.
Starke Frauen hat es in Tirol schon immer gegeben, nur wenige sind allerdings historisch in Erscheinung getreten. »Das liegt in erster Linie an den historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen«, beschreibt der Zillertaler Regimentspressereferent Gerhard Hauser. »Ihre Bedeutung im Werden unseres Landes, im Aufbau und in der Verteidigung von Tirol, lag nur in wenigen Einzelfällen in militärisch-operativen Aufgaben – tausende Frauen haben in allen Kriegen und Konflikten in ganz anderer Weise ihre Wehrhaftigkeit bewiesen.«
Diese Sichtbarkeit von Frauen im Schützenwesen hat sich aber geändert, wie die Bundesmarketenderin des Bunds der Tiroler Schützenkompanien (BTSK) Franziska Jenewein weiß: »Inzwischen ist ein vielfältiger Wandel in den Organisationen konstatiert worden. So wurde die Gleichstellung der Geschlechter auf sozialer und kultureller Ebene vorangetrieben und manifestiert. In diesem Kontext gelang es den Frauen bereits 1988, ihr Wissen über die Grenzen hinaus bei verschiedensten Treffen auszutauschen. Vor rund vier Jahren gelang es der SK Terlan in Zusammenarbeit mit den damaligen drei Bundesmarketenderinnen, diese Idee eines Zusammentreffens der Marketenderinnen aufleben zu lassen.«
Die Idee und das Konzept des Tiroler Marketenderinnen-Treffens blüht weiter und trägt bereits Früchte, die Marketenderinnen vernetzen sich. Wie Franziska sagt: »Die jungen Tirolerinnen bewahren damit in all ihren Jahren als Marketenderin die Tiroler Tradition und schützen so unser Brauchtum.« Auch Gerhard schätzt die Frauen und ihre Funktionen: »Sie haben als tragende Säule unserer Gesellschaft einen festen Platz im Tiroler Schützenwesen – heute mehr als jemals zuvor. Marketenderinnen haben sich als unabkömmlicher Bestandteil der Kompanien herauskristallisiert.«
Nur als »Zierde« der Schützenkompanien gelten die Marketenderinnen schon lange nicht mehr, auch wenn sie mit ihrer Tracht durchaus Farbe in die ersten Reihen bringen. »Eine sichtbare Verwandlung einer anonymen jungen Frau in eine Marketenderin der Schützenkompanie vollzieht sich mit dem immer wiederkehrenden Ritual des Anziehens ihrer Tracht«, beschreibt Franziska weiter. »Die Tracht ist nicht nur ein Bekleidungsstück, sie ist das, was wir als Erbe unserer Vorfahren und als Geschichte verstehen. Mit unserer Tracht bekennen wir uns zu unserer Heimat. In den drei Worten Heimat, Tradition, Brauchtum liegt eine ganze Fülle von Kraft sowie Haltung, verbunden mit vielen Emotionen.«
Nur als »Zierde« der Schützenkompanien gelten die Marketenderinnen schon lange nicht mehr, auch wenn sie mit ihrer Tracht durchaus Farbe in die ersten Reihen bringen. »Eine sichtbare Verwandlung einer anonymen jungen Frau in eine Marketenderin der Schützenkompanie vollzieht sich mit dem immer wiederkehrenden Ritual des Anziehens ihrer Tracht«, beschreibt Franziska weiter. »Die Tracht ist nicht nur ein Bekleidungsstück, sie ist das, was wir als Erbe unserer Vorfahren und als Geschichte verstehen. Mit unserer Tracht bekennen wir uns zu unserer Heimat. In den drei Worten Heimat, Tradition, Brauchtum liegt eine ganze Fülle von Kraft sowie Haltung, verbunden mit vielen Emotionen.«
Die Frauen und Marketenderinnen in der Festtagstracht werden am 24. und 25. August in Kaltenbach alle Blicke auf sich ziehen. Marketenderinnen, die nicht Mitglieder des Regiments Zillertal sind, marschieren vorne in einem eigenen Block und eröffnen somit den Festzug.

Aschau

1897 gegründet umfasst die Schützenkompanie Aschau derzeit 78 aktive Mitglieder, wovon Lena Dandler, Conny Egger, Maria Holaus, Conny Stadler, Maria Hainz, Magdalena Leopold (von links) sowie Melly Flörl und Michy Egger (nicht auf dem Foto) als Marketenderinnen die Kompanie begleiten. »Unsere Marketenderinnen sind ein Aufputz für die Kompanie, sie sorgen
auch für das Wohlbefinden der Schützen und sind ebenso im Ausschuss. Zudem sind sie ein fixer Bestandteil unserer Kompanie bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen und die Treffsichersten im ganzen Regiment – siehe unter anderem das Max-500-Schießen oder das Regimentsschießen«, lobt der Hauptmann der Kompanie Josef Arzbacher.

Bruck am Ziller

Die Schützenkompanie Bruck am Ziller wurde nach fast 50 Jahren Stillstand im Jahre 1952 wieder gegründet, die erstmalige Gründung geht in das Jahr 1702 zurück. Derzeit umfasst die Kompanie 46 aktive Schützen und zwei Jungschützen, diese werden bei Ausrückungen durch Bianca Keiler, Anja Dollinger, Sabrina Wurm und Maria Nachtschatten als Marketenderinnen in der ersten Reihe angeführt. »Wir Marketenderinnen freuen uns vor allem aufs Marketenderinnen-Treffen, weil da endlich wir Mädls einmal im Vordergrund stehen dürfen – sonst sind es ja meistens die männlichen Schützen. Weiters freuen wir uns drauf, dass wir unsere verschiedenen Trachten präsentieren dürfen – das gibt sicher ein einzigartiges Bild ab, wenn die Marketenderinnen von Nord-, Süd- und Welschtirol sowie von Bayern zusammen

Finkenberg

Die Geschichte der Schützenkompanie Finkenberg geht auf das Gründungsjahr 1898 zurück. Derzeit umfasst die Kompanie 55 aktive Schützen und fünf Marketenderinnen. Vom Foto und aus der ersten Reihe jeder Formation strahlen Anna Neumann, Annelies Hanser,
Maria Wenzel, Regina Geisler und Doris Goldgruber. »Die Marketenderinnen stehen, wie die Schützen selbst, für gelebte Tradition und Gemeinschaft«, gibt Anna Neumann Bescheid. Hauptmann ist aktuell Alois Eberl, Obmann Philipp Mitterer.

Fügen / Fügenberg

Gleich zwei Orte sind in dieser Schützenkompanie vereint: Fügen und Fügenberg. Dabei gehen die Anfänge der Kompanie in das 17. Jahrhundert zurück. Bei Ausrückungen wird die 76 Mitglieder starke Kompanie unter anderem von den sechs Marketenderinnen Julia Luxner, Romy
Schöser, Katharina Luxner, Julia Leo, Johanna Hauser und Magdalena Wildauer in ihren wunderschönen Trachten angeführt. »Alle Schützen der Kompanie Fügen/Fügenberg freuen sich über die Marketenderinnen, denn sie bringen jugendlichen Charme und Schwung in die Kompanie«, erklärt

Gerlos

Die vier Marketenderinnen Viktoria Imp, Claudia Eberharter, Luisa Tschugg und Stefanie Trippler der Schützenkompanie Gerlos führen gemeinsam mit Hauptmann Martin Kammerlander 52 aktive Schützen bei Ausrückungen an. »Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzulernen und auf ein gemütliches Treffen der Marketenderinnen«, sagt Luisa Tschugg zur Veranstaltung im August. Die Kompanie Gerlos wurde erst relativ spät im Jahr 1972 gegründet, als Obmann fungiert Dietmar Tschugg.

Hart

1835 gegründet umfasst die Schützenkompanie/Landsturmgruppe Hart derzeit 72 Mitglieder. 56 davon fungieren als aktive Schützen, die von den vier Marketenderinnen Johanna Knabl, Sarah Wurm, Janet Hausberger und Maria Leitner angeführt werden. »Es ist für uns ein eindrucksvolles Erlebnis, das wir mit
so vielen Marketenderinnen gemeinsam an solch einer Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es zeigt uns, wie viele junge Mädels genauso motiviert sind und mit Herzblut die Tradition zusammen mit den Schützen aufrechterhalten«, sind sich die Marketenderinnen der Kompanie einig.

Ried / Kaltenbach

Die zwölf Marketenderinnen Martina Feichtinger, Riccarda Rainer, Elisabeth Schöler, Anna-Maria Wetscher, Claudia Aschenwald, Maria Rauch und Kathrin Platzer (von links) sowie Valerie Rieder, Claudia Hanser, Anna-Maria Wurm, Nina Hell und Carina Jäger (nicht auf dem Foto) der Schützenkompanie Ried/Kaltenbach führen rund 140
Schützen an. »Als Marketenderinnen sind wir der erste Blickfang einer Kompanie. Unsere Aufgabe besteht aber nicht nur darin, unsere Kompanie zu repräsentieren, sondern auch aktiv im Vereinsleben mitzumischen. Wir leben und lieben die Tradition«, sagt Riccarda Rainer. Die Kompanie Ried/Kaltenbach wurde im Jahr 1776 gegründet und hat etwa 170 Mitglieder.

Hippach

In ihrer schönen Tracht lachen Beatrix Bair, Theresa Geisler, Christina Huber, Andrea Hanser und Anna Rohrmoser vom Foto. »Die Marketenderinnen in der Schützenkompanie Hippach haben einen hohen Stellenwert. Neben der Begleitung des Kommandos verpflegen sie unsere Mannschaft immer mit einem ›Selberbrennten‹ aus der Region«, schätzen Obmann Andreas Rauch und Hauptmann Fritz Sandhofer die Frauen. »Zusätzlich zu den kirchlichen und weltlichen Ausrückungen sind wir auch als Verein aktiv. Ohne Marketenderinnen wären diese Zusammenkünfte und Ausflüge nur halb so lustig. So gesehen sind sie quasi die Seele der Truppe.«

Mayrhofen

Zusammen mit dem Hauptmann und den Offizieren bilden die sieben Marketenderinnen Silvana Biller, Michelle Zottl, Stefanie Kreidl, Viktoria Geisler, Christina Eberharter, Anna Gruber und Jeannine Zottl (die beiden Letzteren sind nicht auf dem Foto) den Kopf der 96 Mann starken Kompanie. »Die Marketenderinnen und Schützen sorgen für die Erhaltung der Tradition sowie der Werte unserer Heimat und tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass wir unsere traditionellen Werte nicht vergessen. Ich bin stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein!«, sagt Stefanie Kreidl. Gegründet im Jahr 1857 feierte die Schützenkompanie Mayrhofen im Jahr 2017 im Rahmen des Bataillonstreffens Oberes Zillertal das 160-jährige Bestehen.

Ramsau

Bereits in den 80er-Jahren kam in Ramsau der Wunsch auf, eine Schützenkompanie zu gründen. Realisiert wurde dieses Anliegen im Jahr 1994, im selben Jahr wurde die Ramsauer Kompanie als 230. Schützenkompanie in den Bund der Tiroler Schützenkompanien aufgenommen. Hauptmann und zugleich Obmann ist aktuell Georg Huber, der Silvia Huber, Lisa Haberl, Lisa Kriegner und Lisa Kleemaier
als Marketenderinnen sehr schätzt: »Die Tiroler Marketenderinnen spielen seit jeher eine besondere und wichtige Rolle in der Tradition der Tiroler Schützen. Sie vereinen Zierde, selbstbewusstes Auftreten in Tracht und heimatliebende Gesinnung. Die Marketenderinnen sind der Blickfang einer Schützenkompanie, sie bilden mit dem Hauptmann und weiteren Offizieren den Kopf der Kompanie.«

Schlitters

1673 gegründet umfasst die Schützenkompanie Schlitters derzeit 56 Mitglieder. Die aktiven Schützen werden von den sieben Marketenderinnen Lisa Prosch, Carina Fankhauser, Sandra Fankhauser, Anna-Lena Margreiter (von vorne links) sowie Karin Weidlinger, Anna Hauser und Vera Schöpf (von hinten links) am Kopf der Formation angeführt. »Wir freuen uns auf jedes Ausrücken – ob im Dorf oder auswärts. Doch so ein großes Fest ist speziell für uns Marketenderinnen etwas ganz Besonderes. Wir werden auf Marketenderinnen aus Nah und Fern, auf bekannte und neue Gesichter treffen. Hoffentlich haben wir schönes Wetter und viele Zuschauer«, äußert Karin Weidlinger

Zell am Ziller

»Die Marketenderinnen sind das Aushängeschild einer jeden Kompanie und flankieren den Hauptmann. Mit Anmut und Stolz wird das Zillertaler Röckl präsentiert«, beschreibt Carina Außerladscheider. Sie trägt gemeinsam mit Anna Huber, Anna Eberharter, Melanie Pfister, Alexandra Hotter, Leonie Wegscheider, Magdalena Geisler und Sofia Fuchs mit Stolz als eine der acht Marketenderinnen die Tracht am Beginn des Zugs. Taferlträger ist Matthias Fuchs, die 1888 gegründete Schützenkompanie
Melanie Pfister, Alexandra Hotter, Leonie Wegscheider, Magdalena Geisler und Sofia Fuchs mit Stolz als eine der acht Marketenderinnen die Tracht am Beginn des Zugs. Taferlträger ist Matthias Fuchs, die 1888 gegründete Schützenkompanie Zell am Ziller ist 132 Mann stark.

Tux

In Tux gibt es bereits seit 1808 eine Schützenkompanie, sie besteht somit seit mehr als 200 Jahren. Außer bei den traditionellen kirchlichen Festen wie Fronleichnam, Herz-Jesu-Fest, Hoher Frauentag, Rosenkranzsonntag und Seelensonntag rücken die Schützen bei Bataillons- und Regimentstreffen im Zillertal mit der gesamten Kompanie aus. Angeführt werden sie dabei von Hauptmann Willi Schneeberger, begleitet von den vier Marketenderinnen: Katharina Erler, Bernadette Erler, Andrea Steiner und Stefanie Brugger. »Die Schützen sind nicht mehr kriegerisch unterwegs, sondern verkörpern in erster Linie Tradition, die Damen runden dieses Bild ab«, gibt der

Uderns / Kleinboden

Die derzeitige Funktion der Uderner Schützenkompanie ist im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde zu suchen. »Wir freuen uns sehr auf das Marketenderinnen-Treffen 2019, da das die erste Veranstaltung dieser Art bei uns im Tal ist«, beschreibt Christina Schweinberger. Die Kompanie umfasst aktuell
116 Schützen, die bei Umzügen von den neun Marketenderinnen Theresa Wechselberger, Sarah Lamprecht, Sophia Kainzner, Kathrin Hanser, Johanna Kob, Jasmin Laimböck, Carina Pungg, Christina Schweinberger und Anja Rist angeführt werden. Hauptmann ist Günther Schweinberger, Obmann

Eine Tiroler Mischung

Eine Tiroler Mischung

Was machen zwei Osttiroler, wenn sie nicht gerade an neuen Liedern arbeiten oder an einer Neuen Mittelschule unterrichten? Sie produzieren ihre erste gemeinsame CD und präsentieren diese im Zillertal. Wir waren dabei.
Claudia Wisiol und Norbert Feldner kommen aus Hopfgarten im Defereggental. Die beiden Sandkastenfreunde haben unzählige Sandburgen miteinander gebaut. Der Felbertauern trennt die zwei zwar schon eine ganze Zeit lang (Claudia Wisiol
lebt seit über 20 Jahren in Tux), doch ihre künstlerischen Vorhaben sollten trotzdem keine Luftschlösser bleiben. Sie wollte irgendwann ein Buch mit ihren eigenen Gedichten herausgeben. Er hatte ständig einen Tonträger mit seiner Musik im Kopf. Beides ist
mittlerweile geschehen. Deshalb war Zeit für ein gemeinsames Vorhaben. Viele Jahre nach der letzten Schaufel Sand produzierten sie mit »Phonmiraus dunkelweich« ihre erste CD. Dabei trifft hochdeutsche Lyrik von Claudia Wisiol Norbert Feldners

Mundartlieder im Deferegger Dialekt. Defereggental und Zillertal auf einer CD

»Und weil dem Norbert eine Luftveränderung immer wieder mal gut tut, hab ich ihn für die Präsentation unserer gemeinsamen CD einfach mal nach Tux geholt«, verrät die 51jährige Lehrerin. Übrigens: Rund 100 interessierte – Freunde und Bekannte aus Zillertal, Inntal und

Gambrinus Golfturnier

Gambrinus Golfturnier

Golfen für den guten Zweck: Am 6. Juli fand bereits das vierte »Gambrinus Freunde«-Charity-Turnier am Golfplatz in Uderns statt. Etliche Golfbegeisterte folgten der Einladung, im Stableford-Modus wurde eine Runde gespielt. Neben dem sportlichen Programm wurde für die Teilnehmer ein abwechslungsreicher Rahmen geboten, welcher unter anderem verschiedene Genussstationen, an denen Kombinationen von Bier und Speisen warteten, umfasste. Alle Spenden und Einnahmen kamen zur Gänze dem »Gambrinus Freunde«-Sozialfonds zugute, der zahlreiche in Not geratene Tiroler Familien unterstützt.
Bernhard Wildauer und Peter Dornauer
Fotos: Zillertal Bier/ Fotos beigestellt

Mountain & Soul

Mountain & Soul Sommer Opening

Das war ein Event: beim Sommer Opening des Lifestyle-Hotels in Mayrhofen ging die Post ab. »Kaum ist der Winter vorbei, da starten wir auch schon wieder in die Sommersaison 2019. Dafür haben wir ein rauschendes Fest für euch vorbereitet«, hieß es auf der Facebook-Seite des Hotels im Vorhinein. Entspannt startete man ab 15 Uhr auf der Panoramaterrasse mit DJ Standy. Dann löste man das Versprechen ein: Ab 20 Uhr heizte die Zillertaler Kultband Ciela official dem Publikum ein – sie rockten das Mountain & Soul! Im Anschluss fand noch eine Aftershow-Party mit DJ Gutzisun Innsbruck statt. Getränke gab es an der von Rockabilly Weinkult betriebenen Weinbar. Wer Hunger hatte, war an der Food-Station mit ausgewählten Gerichten der Hotel-Speisekarte richtig. Und das alles bei freiem Eintritt!

Photoart Vernissage

Einer der feschesten Abende des Jahres

Ein Abend im Zeichen der Schönheit, Kunst und Mode: Tiroler Adlerin Margret Schiestl und Angelo Lair luden zu einer Photoart-Vernissage und Fashionshow im Hotel Kosis in Fügen ein. Die Zillertalerin zeigte bei der Modenschau ihre neuesten Top-Kreationen, der Photoartist präsentierte hingegen seine noch nie gezeigten Portraits. »Für einen grandiosen Abend möchten wir uns von Herzen bei allen bedanken, die vor und hinter den Kulissen dabei waren«, lautet der Tenor nach der Veranstaltung. Durch den Abend führte die Moderatorin Denise Neher, musikalisch umrahmten Beats von DJ Stefan »Pfeffa« Pfister das Event.

50 Jahre Glas Siller

50-Jahre Glas Siller

Selten sieht man die Produktionshalle der Firma Glas Siller in Fügen so: kurzerhand wurde diese zur Event-Area für das Jubiläumsfest umgestaltet. Wobei der Ausdruck Event-Area bewusst gewählt ist, immerhin wartete die Halle mit zahlreichen Stationen, wie einer Fotowand, einer Torschusswand oder einer Candybar auf. Mit dem Satz »Alt werden, aber nicht sein« von Geschäftsführer Manfred Dollinger startete der Tag der offenen Tür mit der Präsentation des neuen Schauraumes. Kunden, Vertreter der Politik, Nachbarn, Freunde und Verwandte feierten den runden Geburtstag des Zillertaler Traditionsunternehmens mit. Getanzt wurde zu den Sounds der Gruppe »Glow« und geschlemmt an einem schmackhaften Buffet. Dazu gab es die Möglichkeit, den Betrieb bei Rundblick-Führungen zu erkunden. Die beiden Geschäftsführer Martin Wibmer und Manfred Dollinger zeigten sich glücklich über den regen Andrang: »Wir sind sehr bewegt: Dass so viele unserer Wegbegleiter, Freunde und Kunden heute bei uns sind, freut uns unheimlich!«

Open Air der Blasmusik

Open-Air der Blasmusik

Eine unglaubliche Blasmusik-Vielfalt wurde bei der allerersten Zillertaler »Blechlawine« geboten. Sie fand vom 30. Mai bis zum 2. Juni auf dem Mayrhofner Waldfestplatz statt und wird in Fachkreisen bereits als das größte Blasmusikfestival Westösterreichs, bei dem insgesamt mehr als 8.000 Besucher dabei waren, gehandelt.
Als absolutes Highlight der vier Tage konnten die Organisatoren Franz Hauser, seines Zeichens Obmann vom Zillertaler Blasmusikverband und Bürgermeister von Schwendau, sowie Gerhard Meister das weltbekannte Ensemble »Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten« für die Eröffnung am Donnerstagabend verpflichten. In gewohnt guter Manier begeisterten Hutter und seine »Egerländer« die zahlreichen Gäste, welche unter Standing Ovations viele Zugaben ihrer Idole forderten. Gleich neun verschiedene Gruppen aus der Brass-Szene begeisterten am zweiten Festtag, darunter auch der bekannte »Mei liabste Weis«-Moderator Franz Posch und seine Innbrüggler. Posch gab sich sehr publikumsnah und erfüllte die Wünsche der Gäste. Mit der »Blaskapelle Gehörsturz« sowie den »Powerkrynern«, »Blechhauf’n XXL« und der »Brasserie« gab’s auch rockige Acts, welche besonders den jungen Besuchern imponierten. Wie an jedem Festtag eröffnete der Einmarsch einer Blasmusikkapelle, am Samstagvormittag war es die »Tölzer Stadtkapelle«, das Festgeschehen. Nach den Auftritten von gepflegten Brass-Kapellen wie den »Fritzner Musikanten«, »Burgschröfler«, »6er-Blas«, »5er-Blech« und der »Zell Brass«, bei welcher Organisator Gerhard Meister für den Schlagzeugrhythmus sorgt, folgte für viele das Highlight des samstäglichen Programms,
nämlich die legendären »Alpenoberkrainer« aus Slowenien. Hatten viele noch Edi Semeja, der 36 Jahre lang Akkordeonist bei den »Alpskis«, war im Gedächtnis, überraschten diese im Zillertal zum allerersten Mal mit ihrem neuesten Mitglied, dem jungen Professor Klemens Leben, der auch am Konservatorium in Ljubljana unterrichtet. Mit ihren unzähligen Hits wie »Schöne Urlaubszeit«, »Wir kommen aus Slowenien« oder »Guten Morgen« begeisterten die »Alpskis« restlos und bekamen dafür Standing Ovations des überwältigten Publikums. Gegen Abend waren es am Samstag mehr als 2000 Gäste und die tschechische »Blaskapelle Gloria« brachte die Stimmung wahrlich zum Kochen. Bis in die frühen Morgenstunden folgten Auftritte der »Brasseranka«, »Vierablech« sowie der »Musikatzen« und »Matchlast«, welche die begeisterte Menge zum Toben brachte.
Den Abschluss der viertägigen Veranstaltung bildete am Sonntagvormittag ein traditioneller Gottesdienst, welcher von der »Bürgerkapelle Tramin« musikalisch umrahmt wurde. Diese marschierte anschließend auf den Waldfestplatz ein und gab dort ein schwungvolles Standkonzert. Danach sorgte mit dem bekannten »Ebbser Kaiserklang«, eine der traditionsbewusstesten Tiroler Kapellen, für beste Unterhaltung. Darauf folgte ein Konzert von »Karwenka«, die moderne Klassiker mit Brass-Untermalung, wie etwa den Udo Jürgens Evergreen »Ich war noch niemals in New York«, zum Besten gaben. Anschließend betrat die »Innsbrucker Böhmischen« rund um den weitum bekannten Südtiroler Bandleader

Norbert Rabanser, welche dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, eine der bekanntesten lokalen Brass-Bands die Bühne. Besonders erwähnenswert ist es auch, dass auch Matthias Rauch aus dem Zillertal, welcher derzeit besonders gefragte Evergreens wie die »Böhmische Liebe« sowie über 600 weitere Stücke komponierte, zur Gruppe gehört. Das Egerländer Stück »Auf der Vogelwiese« erfreute sich an allen Festtagen im »Tal der Musik« ebenfalls größter Beliebtheit und bei jeder Aufführung wurde flott mitgeklatscht und mitgesungen. Den Abschluss des gelungenen Festivals bildete am Sonntagnachmittag schließlich ein schwungvolles Konzert der »Obernberger Böhmischen« und viele Gäste verrieten, dass sie nächstes Jahr sicherlich wiederkommen.

Im Verlauf der Festtage waren mehr als 120 Musikanten sowie weit über 1000 Gäste aus ganz Österreich, Südtirol, Deutschland, Belgien, Holland, Elsass und der Schweiz in der Ferienregion Mayrhofen-Hippach untergebracht. Eine zweite »Blechlawine« vom 21. bis 24. Mai im kommenden Jahr ist bereits wieder beschlossene Sache, wozu Organisator Gerhard Meister verriet: »Musikalisch wollen wir nächstes Jahr noch internationaler werden!« Daher wurden bereits die »Iseltaler Musikanten« aus Holland, »Zone Wind« aus dem Elsass sowie »Southbrass« aus Südtirol für die zweite »Blechlawine« engagiert und aufgrund des großen Erfolges wurden auch die südburgenländische »Eine kleine Dorfmusik« sowie die slowenischen »Alpenoberkrainer« erneut verpflichtet. Um unnötigen Ärger zu ver
meiden, wird auf den Ausschank von Hochprozentigem gänzlich verzichtet. »Da durch Spirituosen manche rabiat werden und wir uns auch strikt an das Jugendschutzgesetz halten, gibt es bei uns keinen Schnaps oder ähnliche
Getränke!«, betonte Organisator Franz Hauser und fügte hinzu, dass Einwegbesteck und Einweggeschirr nächstes Jahr ausgetauscht wird. Die Kosten beliefen sich heuer auf rund 150.000 Euro und werden durch den Eintritt finanziert.
Für den Ausschank und die Kulinarik an den Festtagen sorgten mehr als 280 Musikantinnen und Musikanten der 15 Mitgliedskapellen vom Zillertaler Blasmusikverband, welche auch wesentlich an der Organisation beteiligt waren.

Binderholz Kabarett

Trotzphase zum Lachen

»Wonn hom denn Sie des letzschte Mol die Sau auselossn?«, fragt Tanja Ghetta zu Beginn schmunzelnd auf der Bühne. Mitte März bot die gebürtige Tirolerin mit ihrem Solo-Kabarettprogramm im Fügener »FeuerWerk« viel Stoff zum Lachen. In »Trotzphase« – so der Titel – brachte die Schauspielerin und Kabarettistin pointiert auf den Punkt, was Trotz für sie bedeutet. Nur eine Phase oder eine Lebenseinstellung? Gscheit ist die Trotzphase vielleicht nicht immer, aber zumindest cool, so das Resümee. Aber genauso cool war der Auftritt von ihr, kaum einer konnte sich das Lachen verkneifen. Frech, laut und mit Puppe als Requisite – ein gelungener Abend.

»Car-Lovers« beim Kosis

Da heulten die Motoren so richtig auf: Beim »Car-Lovers – Kosis Lifestyle Roadtrip« staunten einige heuer nicht schlecht, welche Sportwagen vor der Haustüre der Fügener Bar und Hotel standen. Hintergrund war der jährliche Roadtrip der Vogt Folientechnik aus Karlsruhe samt einigen ihrer Kunden. »Der Poliertechniker Simon Vogt lud dieses Jahr wieder von Mittwoch bis Sonntag zu einem Sportwagentreffen zu uns ins Zillertal«, weiß Tom Huber vom Kosis Bescheid. »Sie fuhren in den Tagen auch verschiedene Strecken vom Tal aus: einen Tag über den Gerlospass nach Kitzbühel und wieder zurück, einen anderen über die Höhenstraße oder zum Achensee hinauf.« Am Freitag wartete noch ein besonderes Event auf die »Car-Lovers«: Die High-Heels- Party, bei der auch viele Einheimische einen Blick auf die Sportwagen werfen können.

Alles Gute Penkentenne

Alles Gute…

… zu 50 Jahren Penkentenne! Kaum zu glauben, aber dennoch wahr: seit fünf Jahrzehnten (oder seit 1969) gibt es bereits das Restaurant der Familie Huber am Penken. Da hieß es Ende März zu Recht, »Hoch die Hände – Penkentenne!«. Bei schönstem Sonnenschein wurde auf das Jubiläum angestoßen, ab 12 Uhr spielten »Die drei Ginzlinger« – Martin Pecar, Alfred Geisler (Schwarzenstein) und Ulli Huber (Hegl) – auf. »Die Zeit bleibt nicht stehen, das wissen wir genau. Und so lassen wir uns immer wieder etwas Neues für unsere Gäste einfallen«, sagen Petra und Hermann Huber. Auf die nächsten 50 Jahre!

Modisch Unterwegs

Modisch unterwegs

Die Kleinen waren auf dem Laufsteg ganz groß! Bei der Modenschau der Simpl Life Company und Simpl Kids auf der diesjährigen Zillertal Messe präsentierten nicht nur erwachsene Models die neuesten Trends, auch Kinder und Jugendliche schritten stylisch über den Laufsteg. Ob cool, lässig oder verspielt – Inspiration gab es hinreichend. »Ein Highlight des heutigen Messesamstags. Es ist so schön zu sehen, wie die Kleinen auf einmal ganz groß auf der Bühne werden – herrlich!«, freut sich die Geschäftsführerin des Europahauses Stefanie Thurner. Dem Applaus der Show-Besucher nach zu urteilen stimmten ihr dabei alle völlig zu. 

Lederhosen Wedelparty

Lederhosen-Wedelparty!

»Kommt vorbei und lasst es zusammen mit uns an unserem Abschlusswochenende nochmal richtig krachen!« Diesem Aufruf des Kreishütten-Teams folgten Unzählige in Lederhose oder Dirndl und machten so die Party auf der kleinen Rosenalm in der Zillertal-Arena zur einmaligen Veranstaltung. Für Speis und Trank war natürlich besten gesorgt, ab 12 Uhr spielte die fünfköpfige Partyband »The Grandmas« (jetzt übrigens nach dem 10-jährigen Jubiläum »Mountain Crew«) aus Oberösterreich. Das Resümee des Tages: »Was war das für eine geile Party. Danke an alle, die mit uns gefeiert haben!«

Hausverstand

Hausverstand

So tragisch die tödliche Begegnung einer Urlauberin mit einer Kuh im Sommer 2014 geendet hat, sei gesagt: Etwas mehr Hausverstand könnte nicht schaden.

Denn für den »Kick« schlagen manch Unbelehrbare sämtliche Warnungen (von Vermietern, Hüttenwirten, Lawinenwarndienst …) aus. Einheimische sind davon nicht ausgenommen. Auch für sie »gibt’s coolen, fetten Powder«. Diese Vollkasko-Gesellschaft ignoriert mit Aussagen wie »die sind ja zu Suche und Rettung verpflichtet« die Tatsache, dass freiwillige Mitglieder von Rettungsorganisationen deren Leben für ein egoistisches Verhalten riskieren. Suchaktionen werden bei der Tourenplanung scheinbar schon fix einkalkuliert. Ob empfindlich hohe Strafen zu mehr Eigenverantwortung führen würden, sei dahingestellt.

Hausverstand kann man nicht kaufen

Im Fall jener deutschen Urlauberin, die im Sommer 2014 von Mutterkühen zu Tode getrampelt wurde, war es weniger Ignoranz als vielmehr Pech. Die Frau war mit ihrem Hund vermutlich zur falschen Zeit am falschen Ort. Denn die Kühe sollen vorher von anderen Wanderern »gepflanzt« worden sein.Trotzdem wäre es eine vermeidbare Tragödie gewesen. Einerseits haben Tourismusverband, Vermieter oder auch andere Ortskundige Informationen parat. Ein Ableinen des Hundes hätte die Kühe wohl anders reagieren lassen. Denn ein Hund ist schon aufgrund des Körpergewichts flinker als eine Kuh. Außerdem muss im Almgebiet ganz einfach mit dem Antreffen von Tierherden gerechnet werden. Schließlich waren Kühe, Ziegen, Schweine oder Schafe schon lange vor dem Einzug des Tourismus im Tirolerland unterwegs. Darin liegt offenbar das Unverständnis der Bevölkerung für das Gerichtsurteil und die Schadenersatzzahlungen. Die von Landespolitik, Landwirtschaftskammer, Alpenverein und Touristikern ausgearbeitete Versicherungslösung inkludiert auch ein Mehr an Eigenverantwortung.
Wenn man schon so sehr auf Traditionen bedacht ist, und diese in Zukunft nicht nur als gut verkaufbare Show empfunden werden sollen, wird sich der Mensch an jahrhunderte- lange Gepflogenheiten anpassen und sein Gehirn verwenden müssen. Andernfalls sind Betretungs- oder Hundeverbote auf den Almen nur eine Frage der Zeit. Aber Gott sei Dank handelt es sich bei den Uneinsichtigen (egal ob Urlaubsgäste oder Einheimische)

Kirschblüten

Meer aus Weiß

Im Frühling kündigen Blüten die wärmere Jahreszeit in faszinierender Schönheit an, für manche die schönste Zeit im Jahr. Besonders spannend zeigt sich auch die Kirschblüte – unter anderem wegen ihrer symbolischen Bedeutung. Der Obst- und Gartenbauverein Fügen gibt Auskunft über das Steinobst.
Weiß erstrahlt der ganze Baum, Blüte an Blüte reiht sich an den Ästen. Fünf Kronblätter umfasst eine dieser, vor dem Laubaustrieb etwa Mitte April bis Mitte Mai öffnen sich alle Knospen zugleich. »Die Kirschbäume sind im ganzen Zil-lertal recht weit verbreitet«, weiß Vereinsbeirat und Baumexperte Ludwig Esterhammer. »Sie gedeihen recht gut hier, lieben eher trockenen Boden und sind eher anspruchslos. Die Kirschbäume wachsen auch in der Wildform im
Wald.« Dabei stammen die Kirschen, die verzehrt werden, ursprünglich aus dem Iran und der Schwarzmeerregion – über die Griechen kamen sie dann zu den Römern, die die Süßkirsche dann auch nach Europa brachten. Einen Kirschbaum erkennt man im Frühjahr an der weißen üppigen Blüte, um die sich auch so mancher Brauch dreht. So werden traditionell am 4. Dezember Zweige des Kirschbaums abgeschnitten und in eine Vase gegeben. Blühen sie um Weihnachten auf, dann bringt das nach dem Brauch der Barbarazweige Glück. Ganz der Bauernregel nach: »Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.«

Kein Einheitsbrei

»Es gibt aber ganz viele verschiedene Edelsorten, darunter auch Frühsorten. Die ersten sind Ende Mai reif, die letzten im August«, gibt Ludwig Bescheid. »Kommt bei der Reife jedoch eine Regenperiode dazwischen, dann reißen die Früchte auf, bekommen einen Spalt und beginnen zu faulen.« Läuft aber alles glatt, dann wird der Baum, je nach Sorte, voll gespickt mit Kirschen sein. Von Weiß über Rot bis Schwarz – die Frucht des Kirschbaums kann viele Farben haben. Und genauso hat jede Sorte auch ihren individuellen Geschmack und ihre perfekte Verwen- dungsweise in der Küche. »Die Sauerkirsche oder Weichsel eignet sich besondersfür Marmelade oder ein Kompott«, sagt Vereinsobfrau und Bäuerin des Wermenerhofs Alexandra Kammerlander. »Ansonsten kann man auch Likör oder Sirup und natürlich auch einen Edelbrand aus der Frucht machen.« Die Kerne der Kirsche werden ebenso gerne für die Füllung von Kissen verwendet, sie können gut die Wärme speichern. »Bei uns hat sich am besten die ganz weiße Kirsche, die Brautkirsche, bewährt: sie ist durch ihre Farbe vogelsicher und schmeckt vorzüglich«, erklärt Ludwig. Die Obfrau setzt fort: »Aber auch die Herzkirsche, sie wird so groß wie eine Zwei-Euro-Münze, hat sich durchgesetzt.« Besonders 2018 war ein Jahr der Frucht. »So viele Kirschen wie letztes Jahr wissen wir überhaupt noch nie. Die konnten wir gar nicht alle verwerten«, erinnert er sich. Was die heimische Vogelschar aber freute, immerhin sind Amsel, Drossel und Co. ebenso Fans der Kirsche. »Wenn es so viele sind, fällt das eh nicht mehr ins Gewicht«, lacht Ludwig. »Die, die am weitesten oben sind, mögen wohl die Vögel haben. Die unten nehmen wir.«

Kaboom

Kabooom in Kaltenbach!

Seit rund 19 Jahren steht die aktuell stark sanierungsbedürftige Tennishalle in der Gemeinde Kaltenbach leer – und beinahe genauso lange ist sie Grund für viele Diskussionen. Nun nimmt das 2,4 Millionen Euro schwere Sanierungsprojekt Fahrt auf.
»Wir sind so weit«, betont der Bürgermeister der Gemeinde Kaltenbach, Klaus Gasteiger (SPÖ). »Juni 2019 war Start der Bauphase an der neuen Freizeitanlage.« Mit »Kabooom« investiert die gemeindeeigene Immobilien Kaltenbach Gmbh & Co KG, die Eigentümerin von 60 Prozent der Anteile an der ehemaligen Tennishalle ist, in die Generalsanierung des Gebäudes. Kabooom soll den Baubestand auf dem Areal aus dem Jahr 1981 ablösen und ein Zentrum für alle Bürger aus der Region und dem Zillertal werden. »Der öffentliche Mehrwert und das Gesamtangebot, welches in sich stimmig ist, war mir bei der Planung des Freizeitparks wichtig«, macht Gasteiger klar. Untergebracht werden
sollen in der Anlage neben den Sport- adaptierungen auf rund 1900 m² auch Vereine und ein gastronomischer Betrieb. Im Winter wird eine Kunsteisfläche und im Sommer eine multifunktionale Freifläche geschaffen, einmalig im Zillertal wird der »Airparc« sein. »Uns war als Gemeinde wichtig, dass für unsere Kinder und Jugendlichen ein Angebot geschaffen wird. Kabooom wird eine tolle Bereicherung für die Infrastruktur des Zillertals werden«, so der Bürgermeister.

Ein Name, der einschlägt

Das Markenbild selbst entspringt der industriellen Architektur der Anlage und dem urbanen Flair der Umgebung. »Kabooom ist das Abbild der Initiative rund um den Wandel der ehemaligen Tennishalle in Kaltenbach«, sagt Tobias Reitmeir von der Werbeagentur »Rosa & Leni« aus Mayrhofen und erklärt, wie es zu dem Namen der neuen Freizeitanlage gekommen ist: »Die Marke besteht aus zwei Komponenten: Dem Ka für Kaltenbach und dem Booom, was grundsätzlich für etwas von hohem öffentlichen Interesse steht. Die Kombination der beiden Bestandteile ergibt die Marke Kabooom, als Ausdruck des vielfältigen und spannenden Angebots im Bereich des Entertainments.«

Vorfreude ist spürbar

Mit Kabooom wird in Kaltenbach ein Gebäude geschaffen, das auch architektonisch viel hermacht. »Es ist eine Architektur der Notwendigkeit, der Argumentation und des Machbaren«, beschreibt Architekt Günther Gasteiger. »Wir wollen ein Öffnen der alten Strukturen erreichen, um dadurch eine Beziehung zwischen Innen und Außen zu erzielen, die am jetzigen heterogenen und für sich stehenden Gebäude nicht ansatzweise erahnbar ist. Dadurch wird eine soziale Interaktion zwischen den verschiedenen Altersstufen und Ereignisszenarien geschaffen.« Auch wenn die konkreten Pläne noch nicht lange auf dem Tisch liegen, so zeigen sich schon erste begeisterte Stimmen aus der Bevölkerung. »Viele freuen sich schon darauf und können den Eröffnungstermin am 01. Dezember
EXT: Alexandra Embacher FOTO: Becknaphoto

Geierwally lebt

Die Legende »Geierwally« lebt!

Auch wenn Waltraud Wechselberger aus Hainzenberg ein anderes Leben als die Tirolerin und Romanvorlage für »Die Geierwally« Anna Stainer-Knittel führt, haben die beiden doch etwas gemeinsam: sie haben sich in der Männerdomäne Falknerei mit Erfolg bewährt. Die Zillertalerin erzählt von ihrem Weg, das Vertrauen der Greifvögel zu gewinnen.
Hoch oben auf 2.000 Metern Höhe fliegen im Sommer die Greifvögel spektakulär nur wenige Meter über den Köpfen der Zuschauern hinweg. Die Spannung ist hautnah zu spüren, die faszinierenden Luftakrobaten können aus der Nähe betrachtet werden. »Es ist einfach eine schöne Arbeit«, sagt
Waltraud Wechselberger. »Man muss alles andere ausklammern und sich nur auf die Greifvögel konzentrieren.« Gemeinsam mit ihrem Ehemann Didi leitet sie die einstündigen Vorführungen in der Adlerbühne Ahorn in Mayrhofen, die gleichzeitig die höchste Greifvogelstation Europas darstellt.
Zu Beginn war die Falknerei aber nur seine Leidenschaft, seit nunmehr zehn Jahren arbeitet Didi Wechselberger mit den Mayrhofner Bergbahnen zusammen und lässt seine Greifvögel vor dem Bergpanorama fliegen. Wegen der kurzfristigen Absage eines Mitarbeiters musste eine neue Bezugsperson für die
Tiere her. »Zuerst war das Ausscheiden dieses Mitarbeiters natürlich ein Katastrophe. Meine Greifvögel sind sehr brav, aber sie sind auch auf gewisse Menschen fixiert«, erinnert sich der ausgebildete Falkner und Gemeindepolizist zurück. »Irgendwann habe ich dann zu meiner Frau gesagt: ›Das ist jetzt deine Chance, dass wir das gemeinsam machen, dass wir zu einem Familienbetrieb werden.‹ Wir lieben ohnehin jede Sekunde, die wir zusammen sein können.«
Es wundere ihn ein wenig, dass wir ausgerechnet ihn ausgesucht hätten. Im Zillertal gäbe es ja Musiker in Hülle und Fülle für Interviews oder Portraits. »Wenn du aber tatsächlich über mich schreiben möchtest«, sagt er, werde er seinen Bart stutzen müssen. Aber nach Saalfelden müsse ich nicht kommen. »Treffen wir uns in Mayrhofen«, schlägt Fritz vor.

»Wir dominieren die Greifvögel nicht, wir sind auf einer Augenhöhe mit ihnen.«

Waltraud Wechselberger, Adlerbühne Ahorn

Ein steiniger Weg

Drei Tage lang hatte Waltraud Zeit zu überlegen, ihre Antwort war so entschieden wie die anstrengenden Trainingseinheiten werden sollten. »Ich sagte damals ja. Mich faszinieren die Greifvögel, das haben sie immer schon«, beschreibt sie. »Es hat mich lange nicht gebraucht und war kein Thema. Ohnehin kann man so etwas nicht halb machen, auf das muss man sich ganz einlassen und Zeit nehmen. Da gibt es kein bisschen.« So kam sie im Frühjahr 2018 zum Handkuss und erstmals in den näheren Kontakt mit den Tieren. Ein leichter Weg war es für sie dennoch nicht. »Die Zeit war meine größte Sorge, wir hatten nur noch drei Monate bis zu ersten Greif- vogelvorführung«, setzt Didi fort. »Das ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst für einen Falkner wäre dieses Zeitlimit eine Herausforderung. Es kann auch sein, dass es gar nicht funktioniert.« Waltraud baute aber schnell Vertrauen zu den Tieren auf und konnte nach gut fünf Wochen mit beinahe allen Greifvögeln umgehen – besonders mit dem Virginia-Uhu-Männchen Billi schloss sie nach kurzer Zeit Freundschaft. »Für diese Leistung müsste sie den dreifachen Oscar und noch ein paar Bambis oben drauf bekommen«, lobt der Hainzenberger. Aus der Leidenschaft ihres Partners wurde bald eine Leidenschaft beider. Nur eine war ihr lang eine Feindin: das Steppenadler-Weibchen Steppi. Als Waltraud erstmals vorsichtig die Voliere betrat, griff sie der Greifvogel bereits auf dem Boden liegend an und kratzte mit seinen Krallen den Rücken der Zillertalerin blutig. »Es ist sozusagen ihr Wohnzimmer und in dem hatte ich noch nichts verloren«, erklärt sie. »Das ist das territoriale Verhalten.« Auch bei den Trainings attackierte der Adler lange Zeit Waltraud, selbst auf einen Hügel verfolgte sie der Greifvögel zu Fuß, um sie anschließend beißen zu können. »Unser Adler hat einen sehr starken Charakter und sie macht nur das, was sie machen will. Auch wenn sie schlechte Laune hat, zeigt sie das sehr.« Die Hainzenbergerin gab jedoch abermals nicht auf und bemühte sich um das Vertrauen des Vogels. Ein Einfall ihres Mannes brachte schlussendlich den langersehnten Erfolg: einen Tag vor der ersten Vorführung hat Waltraud den widerspenstigen Vogel gebunden und gehalten, auch wenn es dem Tier nicht gepasst hat. »Seitdem funktioniert es, der Vogel akzeptiert sie«, sagt Didi stolz. »Auch wenn Adler sehr schwer eine neue Bezugsperson finden.«

Die enge Bindung zählt

»Die meisten wissen gar nicht, wie viele Fehler man in einer Minute bei der Arbeit mit Greifvögeln machen kann«, geben die beiden Bescheid. »Man muss im richtigen Moment das richtige tun und aus Fehlern sofort lernen.« Alle sieben Greifvögel der Familie Wechselberger sind abgetragen und in einer hohen Kondition, jagdlich wird nur der Wüstenbussard Lenni geflogen. »Viele Leute sagen, dass unsere Greifvögel bald besser erzogen sind als einige Hunde«, schmunzelt Didi. »Daher können wir auch mit den Vögeln spazieren gehen. Sie fliegen dann von Baum zu Baum.« Durch die außerordentlich geringe Anzahl von ausgesuchten Vögeln entstand eine sehr enge und Intensive Beziehung mit jedem einzelnen Tier, der Lernerfolg wird durch das Vertrauen aufrecht erhalten. »Wir schauen uns an, was der Vogel gerne macht und stellen uns darauf ein. Nicht anders herum«, betont Didi. »Wir sind kein Zirkus und lehren keine Kunststücke.« Ihre gefiederten »Familienmitglieder« Steppi, Lenni, Ashok, Leica, Hansi, Virginia

Gauderfest

Alle Jahre wieder

Zum Gauder Fest, da kommen sie alle am ersten Maiwochenende nach Zell am Ziller. Ob Unternehmer, Politiker oder Partygänger – am größten Frühlings- und Trachtenfest Österreichs trifft man sich. Auch wenn heuer der Sonntag des Fests gehörig ins Wasser fiel: aufgrund des schlechten Wetters wurde die traditionelle Feldmesse in die Kirche verlegt und der Trachtenumzug abgesagt. Trotzdem waren 116 Gruppierungen aus dem gesamten Alpenraum mit dabei. »Das zeigt, wie
groß das Traditionsbewusstsein und der Stellenwert des Gauder Fests als Zentrum unserer alpinen Traditionen ist«, beschreibt Landestrachtenverbands-Obmann Oswald Gredler. »Ich bin vor allem über die vielen jungen Leute froh, die sich in unseren Trachtenvereinen und bei so historisch-traditionellen Veranstaltungen wie dem Gauder Fest engagieren.« 2020 findet das Fest von 30. April bis 03. Mai statt.

Leon Pertl & Moritz Zimmermann

Vom Zillertal in die große Fußballwelt

Model Julia aus Going zeigt die neue Sommermode von Unterrainer Mode und Tracht in Ellmau. Eines ist klar: Das wird ein bunter Sommer!

Mit vollem Elan gehen die beiden Burschen in ihre nächste Trainingseinheit. Es wird gesprintet, Übungen mit dem Ball gemacht und ein paar Taktikbesprechungen mit dem Trainer durchgeführt. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Für Leon und Moritz war es ein langer Tag, so wie viele in der Woche. Denn während viele andere Burschen in ihrem Alter die Freizeit genießen, Baden gehen oder mit Freunden unterwegs sind, steht für die beiden Zillertaler der Fußball an oberster Stelle. Der Ball ist ihre große Leidenschaft und das schon von klein auf.
Bereits mit fünf Jahren sind sie zum Fußball gekommen. Leon hat im Fußballverein in Tux seine ersten Versuche mit dem Leder unternommen, Moritz tat dasselbe in Mayrhofen. Fußball war bald ihre Leidenschaft, obwohl sie auch die Chance hatten, andere Sportarten auszuprobieren. »Ich habe mit fünf eigentlich mit dem Langlaufen angefangen, aber Fußball hat mir mehr gefallen«, erinnert sich Leon zurück. Für Moritz war anfangs nicht ganz klar, ob Fußball der richtige Sport ist. »Am

»Heimweh hatten wir nie. Wir vermissen aber die Berge.«

Anfang hat es mir nicht so gefallen, da wollte ich gar nicht zum Training. Aber dann hat es mir richtig Spaß gemacht«, erklärt er.
Beide sind über ihre Väter zum Fußball gekommen. Sie haben ebenso im Zillertal Fußball gespielt und ihre Söhne mit dem Virus angesteckt. Moritz und Leon haben auch bis heute volle Unterstützung durch ihre Väter bekommen.
Der nächste Tag beginnt für die beiden früh. Jetzt ist Schule angesagt. Inzwischen haben Leon und Moritz den Sprung in die Red Bull Akademie in Salzburg geschafft. Dort werden sie nicht nur sportlich gefordert. In der Red Bull Akademie gilt der Leitsatz von 51 % Bildung und 49 % Sport – so steht es auf der Homepage der Nachwuchsschmiede. Auch für die beiden Zillertaler heißt es am Vormittag lernen und pauken. Denn nach Abschluss der Akademie sollen die beiden eine gute Ausbildung neben dem Fußball besitzen.
Für Leon und Moritz spielt aber das runde Leder noch immer die Hauptrolle in ihrem Alltag. Mit Leidenschaft und Hingabe absolvieren sie ihre Einheiten und geben in den Spielen 110 %. Immerhin wollen sie später Fußballprofis werden.
Zurück ins Zillertal. Nachdem der Anfang geschafft wurde, haben die beiden in ihren Vereinen die ersten Erfolge eingefahren. »Ich habe sieben Jahre in Mayrhofen gespielt«, erinnert sich Moritz zurück. Leon war die ersten Jahre noch Feldspieler, bis er ins Tor gewechselt ist. Schließlich wurden sie in die Landesauswahl aufgenommen und trainierten im Landesausbildungszentrum mit den Besten in Tirol. Dort hat auch Leon seine Position gewechselt und spielt seitdem im Tor. Schließlich wurden die Nachwuchsscouts von Red Bull Salzburg auf die beiden Talente aufmerksam. »Ich bin von Red Bull gesichtet worden und wurde gefragt, ob ich in die Red
Bull Akademie gehen möchte«, erklärt Leon. Für beide war die Entscheidung leicht, obwohl es für die Teenager ein großer Schritt war, vom Zillertal nach Salzburg zu gehen. Seit Herbst 2018 liegt der sportliche Mittelpunkt nun in der Red Bull Akademie in Liefering bei Salzburg. Hier finden die beiden beste Trainingsbedingungen vor. Sechs Fußballfelder, dazu eine 6000 m² große Trainingshalle und die besten Trainer in Österreich sorgen dafür, dass die jungen Talente sich zu gestandenen Profis entwickeln. Leon und Moritz trainieren und wohnen auf dem Areal. Im Internat sind sie mit ihresgleichen zusammen – nämlich jungen Fußballern, die alle den gleichen Traum verfolgen: Einmal für die Profimannschaft von Red Bull Salzburg aufzulaufen.
Dafür leisten sie einiges. Viermal die Woche stehen sie am Platz und trainieren knapp zwei Stunden ihre Fertigkeiten. Dazu kommt am Wochenende ein Spiel, sei es in der nationalen Liga oder auch im Zuge eines internationalen Nachwuchsturniers. »Letzte Woche waren wir in Italien bei einem Turnier«, erklärt Leon. »Jetzt müssen wir den Schulstoff nachholen«, ergänzt Moritz. Viel Zeit für andere Aktivitäten bleibt nicht übrig. Am Vormittag gehen sie in die Schule, dann steht die Lernstunde am Programm und am späten Nachmittag beginnt das Training.
Moritz und Leon leben jetzt ihren Traum. Für sie ist klar, dass sie einmal als Profi in der höchsten Liga ihr Geld verdienen wollen. »Wir möchten den Sprung in die U18-Akademie und dann nach Liefering in die zweite Liga schaffen«, sind sich beide einig. Nur so haben sie dann die Chance, einmal in der Bundesliga für Salzburg zu spielen. Und das Zillertal? Das wird immer ihre Heimat bleiben. Wenn es die knappe Zeit zulässt, besuchen die beiden ihre Familien in Tux und Mayrhofen und genießen die Tage in ihrer Heimat. Umgekehrt sind ihre Familien so gut es geht bei fast jedem Spiel als Fans anwesend und feuern stolz ihre Söhne am Fußballplatz an. »Ich vermisse schon die Berge, in Salzburg sind sie nicht so präsent wie bei uns im Zillertal«, meint Leon. Aber Heimweh
TEXT & FOTO: Heiko Mandl

Fritz Moderer

Bewusst am Holzweg

Er spielt bereits sieben Musikinstrumente und lernt gerade ein weiteres. Nach fast dreißig Jahren in Mayrhofen hat es ihn nach der Pensionierung wieder ins Elternhaus nach Saalfelden gezogen. Das hindert Holzbildhauer Fritz Moroder allerdings nicht an Ausrückungen für die Bundesmusikkapelle Mayrhofen. Das und mehr hat er der ZILLACHTOLARIN erzählt.

»Da hat die Musik auch eine kameradschaftliche Funktion. Ich fühle mich unter den Damen und Herren hier sehr wohl.«

Fritz Moroder, Musiker und Holzbildhauer aus Mayrhofen

IMMER VERLASS

Es wundere ihn ein wenig, dass wir ausgerechnet ihn ausgesucht hätten. Im Zillertal gäbe es ja Musiker in Hülle und Fülle für Interviews oder Portraits. »Wenn du aber tatsächlich über mich schreiben möchtest«, sagt er, werde er seinen Bart stutzen müssen. Aber nach Saalfelden müsse ich nicht kommen. »Treffen wir uns in Mayrhofen«, schlägt Fritz vor.
Es wundere ihn ein wenig, dass wir ausgerechnet ihn ausgesucht hätten. Im Zillertal gäbe es ja Musiker in Hülle und Fülle für Interviews oder Portraits. »Wenn du aber tatsächlich über mich schreiben möchtest«, sagt er, werde er seinen Bart stutzen müssen. Aber nach Saalfelden müsse ich nicht kommen. »Treffen wir uns in Mayrhofen«, schlägt Fritz vor.

DER BERUF UND DIE VIELSEITIGKEIT VON HOLZ

Zuvor musste er aber einen Brotberuf finden. Sein Interesse an der Arbeit mit dem Werkstoff Holz liegt einerseits in der Familie, andererseits an der vielseitigen Verwendung und der stetigen Veränderung. Nach der Pflichtschule habe er die Bundesfachschule für Holz-, Stein- und Metallbearbeitung in Hallein besucht und diese als ausgebildeter Holzbildhauer abgeschlossen. Nach der Arbeit als Modelleur in einer Gießerei sei irgendwann die Einladung zur Mitarbeit in der Werkstatt seines Onkels Albin in Mayrhofen gekommen. Familiäre Einflüsse lassen sich in seinen Werkstücken auf jeden Fall ausmachen. »Onkel Albin habe ich immer nachgeeifert. Sein Oeuvre werde ich dennoch nicht erreichen«, so Fritz. Während seiner Zeit in Mayrhofen habe er 25 Jahre lang auch für zwei Tischlereien gearbeitet – mit Hauptschwerpunkt auf bildhauerische Verzierungen. In seiner Heimatstadt Saalfelden ziert eine Skulptur mit spielenden Kindern einen Brunnen. Außerdem habe er einiges im sakralen Raum gemacht.
Es wundere ihn ein wenig, dass wir ausgerechnet ihn ausgesucht hätten. Im Zillertal gäbe es ja Musiker in Hülle und Fülle für Interviews oder Portraits. »Wenn du aber tatsächlich über mich schreiben möchtest«, sagt er, werde er seinen Bart stutzen müssen. Aber nach Saalfelden müsse ich nicht kommen. »Treffen wir uns in Mayrhofen«, schlägt Fritz vor.
Fritz spielt Fagott, Klarinette, Piccoloflöte, Querflöte, Saxophon und Sopransaxophon. »Als er zu uns  gekommen ist, spielte er B-Tuba. Wir brauchten aber wen fürs Saxophon. Der Umstieg war für ihn kein Problem«, weiß Kapellmeister Christian Saurwein zu erzählen. Derzeit lernt der ehemalige Musikschullehrer der Landesmusikschule Zillertal Harfe im Eigenstudium. Fritz zu seiner musikalischen DNA: »Mein Großvater und der Vater von Giorgio Moroder – in Hollywood Erfolgreicher Komponist und Musiker – waren Cousins«. Fritz war Mitglied der musikschuleigenen Big Band. Über einen Gitarristen und (bereits verstorbenen) Freund entdeckte er seine Begeisterung für Jazz. Weil Saalfelden seit Jahren Treffpunkt der Jazzwelt ist, gehört der Besuch des jährlichen Festivals in sein Programm.
Ebenso fix sind Proben und Ausrückungen mit der Bundesmusikkapelle Mayrhofen. »Da hat die Musik auch eine kameradschaftliche Funktion. Ich fühle mich unter den Damen und Herren hier sehr wohl«. Diese Bindung habe auch einen Namen. Immer wenn er im Zillertal sei, würden Besuch und gemeinsame Zeit mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Gerda in Mayrhofen unbedingt dazugehören, »denn so eine Beziehung macht das Leben noch schöner. Auch, wenn wir jetzt nicht mehr zusammen wohnen«. Egal ob Klassik, Marsch- und Tanzmusik oder Jazz: Fritz Moroder ist in sämtlichen Genres daheim. Er ist beruflich und in der Freizeit ganz bewusst auf dem Holzweg unterwegs. Mit Erfolg. Und daran soll sich so bald auch nichts ändern.

Text: Susanne Prosser
Foto: GPhoto/ Martin Guggenberger

Frauenchor

Harmonische Gemeinschaft

Beim Betreten des Proberaumes in Hippach bleibt einem der Atem weg, denn man hört den harmonischen Klang der 14 Frauenstimmen der Chorgemeinschaft »Sine Nomine« bei ihrer wöchentlichen Probe unter der Leitung von Margret Dissauer.
Gemeinschaft wird bei »Sine Nomine« groß geschrieben. Das spürt man nicht nur, man hört es auch. Traudl Fankhauser aus Mayrhofen gab damals den Anstoß. Sie wünschte sich, dass sich junge Leute zusammenschließen, um eine Jugendmesse in Hippach zu gestalten. Ein paar Freundinnen fanden Gefallen an der Idee. Das war die Geburtsstunde der
Chorgemeinschaft Sine Nomine. Die Vorbereitungen und Proben für diese Messe erweckten bei den damals noch jungen Frauen die Lust, weiterhin miteinander zu singen. So wurde 2004 der Chor gegründet. »Mittlerweile singen 14 Frauen mit viel Liebe und Einsatz in der Chorgemeinschaft Sine Nomine«, erzählt Margret.
Sie leitet nun seit fast 15 Jahren den Chor mit viel Engagement und Musikalität. Anfangs war die Truppe jedoch ein Jahr ohne Namen unterwegs. Nach dieser Zeit entschieden sich die Mitglieder für den lateinischen Namen »Sine Nomine« – auf Deutsch: »ohne Namen«. »Wir haben uns somit einen Namen gemacht«, schmunzelt Obfrau Maria Heim.

EINE GESUNDE MISCHUNG

Gesungen wird auf Deutsch, Englisch und Latein. »Vorwiegend umrahmen wir Hochzeiten, Firmungen, Taufen und Messen«, erklärt Margret. »Aus unserem abwechslungsreichen Programm ist bestimmt für jeden Geschmack das Passende dabei«, fährt sie fort. Einiges daraus komponierte und arrangierte Herbert Dissauer, Margrets Ehemann. Zu den großen Stärken der Chorgemeinschaft gehört mit Sicherheit ihre Vielseitigkeit. Meistens werden die Lieder mit Gitarre begleitet, aber auch das A-Capella-Singen kommt bei den Frauen nicht zu kurz. So manches Stück wird durch Flötentöne verschönert.Im Dezember, wenn es wieder heißt,»jetzt fangen wir zum Singen an«, werfen sich die Frauen der Chorgemeinschaft Sine Nomine in den Tuxer, um das Anklöpfeln zu leben – eine Zeit des Brauchtums und der Besinnlichkeit. »Vor allem der Mayrhofner Advent am Waldfestplatz bietet mit seiner stimmungsvollen Kulisse hierfür eine besondere Atmosphäre«, schwärmt Margret. Bei den Auftritten während des Jahres in der Kirche erscheinen die Sängerinnen meist in der Farbkombination Schwarz-Weiß.

MEHR ALS EINE CHORGEMEINSCHAFT

Die Frauen aus dem Zillertal sind nicht nur im Chor ein Team, sondern auch privat befreundet. Im Fasching überzeugten die Ü-30-Frauen beinahe jährlich mit ihren musikalischen Einlagen und Kostümen. So wurden die flotten Damen bereits als Biene Maja, Schlümpfe, Spanierinnen, Blumen und Gärtner oder als Schlafmützen mit dem Lied »Mr. Sandman « am Fasching gesichtet. »Eine Nomine « ist für jeden Spaß zu haben. Ausflüge, Skitage oder Hüttenabende sind nicht selten. Sogar die »Cold Water Challenge« ist nicht spurlos an der Gruppe vorbeigezogen. »Das sind so Aktivitäten, die zusammenschweißen. Schön langsam fangen die runden Geburtstage der Gruppe an, das ist immer ein einzigartiges Spektakel. Da wird ein Medley geschrieben, gedichtet und getanzt – das ist einfach unglaublich «, schmunzelt Margret. Stolz erzählt sie weiter: »Und ebenso wollen wir auch ein Lächeln in die Gesichter unserer Zuhörer zaubern oder die eine oder andere Freudenträne fließen sehen, wenn wir zum Beispiel Hochzeiten oder Taufen umrahmen. Es ist für uns das größte Geschenk, wenn so ein Fest durch unsere Mithilfe zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.«

»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.«

Zitat von Friedrich Nietzsche und Motto der Gruppe

»Zur Person«