Ein schräger Heimatabend

»DaBerrer« kommt am Samstag, den 17. August, auf die Platzlalm in Kaltenbach. Mit im Repertoire hat er einen abendfüllenden Kulturvortrag, der vor umgedichteten Perlen des Austropop sprießt. Das ahnungslose Publikum wird mit einer unfreiwilligen Kulturreise durch das oberösterreichische Innviertel – so unberührt wie unbekannt – beglückt.
In eine Welt eintauchen, in der die Begriffe Kunst und Dünger unzertrennlich miteinander verbunden sind. Eine Welt aus rivalisierenden Dörfern, in der verbotene Liebe unweigerlich nicht nur zu zerbrochenen Herzen, sondern auch zu mehrfach gebrochenen Knochen führt. Eine Welt, in der »Emannzipation« gelebt, aber dafür mit Doppel-»n« geschrieben wird. Das Publikum lernt das Innviertel mit seinen Eigenheiten kennen beziehungsweise lernt es die Eigenheiten der Innviertler kennen.Der schräge Heimatabend mit dem Berrer bringt Jung und Alt zum Schmunzeln. Dabei ist dem Kabarettneuling Manuel Berrer mit seinem Debutprogramm »ausgepopt« der Erfolg quasi passiert. Eigentlich wollte er nur wissen, ob er neben seinem Physikstudium (das er inzwischen abgeschlossen hat) und seiner Band auch ein Kabarettprogramm schreiben kann. Heute wissen wir: er kann!  Aber anstatt, dass sich das Programm nach den ersten Auftritten mehr oder minder im Sande verlief, wurden die Engagements immer mehr und die Lokalitäten immer größer. Mit einem Wort: der Berrer kam mit seinem Programm beim Publikum bestens an. Übrigens: 2018 gewinnt er gleich zwei Kabarettwettbewerbe – das Kufsteiner Salzfassl und den Salzburger Sprössling. Und jetzt ist er am 17. August auf der Platzlalm zu Gast.
TEXT: Alexandra Embacher FOTO: GPhoto / Martin Guggenberger