Kabooom in Kaltenbach!

Seit rund 19 Jahren steht die aktuell stark sanierungsbedürftige Tennishalle in der Gemeinde Kaltenbach leer – und beinahe genauso lange ist sie Grund für viele Diskussionen. Nun nimmt das 2,4 Millionen Euro schwere Sanierungsprojekt Fahrt auf.
»Wir sind so weit«, betont der Bürgermeister der Gemeinde Kaltenbach, Klaus Gasteiger (SPÖ). »Juni 2019 war Start der Bauphase an der neuen Freizeitanlage.« Mit »Kabooom« investiert die gemeindeeigene Immobilien Kaltenbach Gmbh & Co KG, die Eigentümerin von 60 Prozent der Anteile an der ehemaligen Tennishalle ist, in die Generalsanierung des Gebäudes. Kabooom soll den Baubestand auf dem Areal aus dem Jahr 1981 ablösen und ein Zentrum für alle Bürger aus der Region und dem Zillertal werden. »Der öffentliche Mehrwert und das Gesamtangebot, welches in sich stimmig ist, war mir bei der Planung des Freizeitparks wichtig«, macht Gasteiger klar. Untergebracht werden
sollen in der Anlage neben den Sport- adaptierungen auf rund 1900 m² auch Vereine und ein gastronomischer Betrieb. Im Winter wird eine Kunsteisfläche und im Sommer eine multifunktionale Freifläche geschaffen, einmalig im Zillertal wird der »Airparc« sein. »Uns war als Gemeinde wichtig, dass für unsere Kinder und Jugendlichen ein Angebot geschaffen wird. Kabooom wird eine tolle Bereicherung für die Infrastruktur des Zillertals werden«, so der Bürgermeister.

Ein Name, der einschlägt

Das Markenbild selbst entspringt der industriellen Architektur der Anlage und dem urbanen Flair der Umgebung. »Kabooom ist das Abbild der Initiative rund um den Wandel der ehemaligen Tennishalle in Kaltenbach«, sagt Tobias Reitmeir von der Werbeagentur »Rosa & Leni« aus Mayrhofen und erklärt, wie es zu dem Namen der neuen Freizeitanlage gekommen ist: »Die Marke besteht aus zwei Komponenten: Dem Ka für Kaltenbach und dem Booom, was grundsätzlich für etwas von hohem öffentlichen Interesse steht. Die Kombination der beiden Bestandteile ergibt die Marke Kabooom, als Ausdruck des vielfältigen und spannenden Angebots im Bereich des Entertainments.«

Vorfreude ist spürbar

Mit Kabooom wird in Kaltenbach ein Gebäude geschaffen, das auch architektonisch viel hermacht. »Es ist eine Architektur der Notwendigkeit, der Argumentation und des Machbaren«, beschreibt Architekt Günther Gasteiger. »Wir wollen ein Öffnen der alten Strukturen erreichen, um dadurch eine Beziehung zwischen Innen und Außen zu erzielen, die am jetzigen heterogenen und für sich stehenden Gebäude nicht ansatzweise erahnbar ist. Dadurch wird eine soziale Interaktion zwischen den verschiedenen Altersstufen und Ereignisszenarien geschaffen.« Auch wenn die konkreten Pläne noch nicht lange auf dem Tisch liegen, so zeigen sich schon erste begeisterte Stimmen aus der Bevölkerung. »Viele freuen sich schon darauf und können den Eröffnungstermin am 01. Dezember
EXT: Alexandra Embacher FOTO: Becknaphoto