Harmonische Gemeinschaft

Beim Betreten des Proberaumes in Hippach bleibt einem der Atem weg, denn man hört den harmonischen Klang der 14 Frauenstimmen der Chorgemeinschaft »Sine Nomine« bei ihrer wöchentlichen Probe unter der Leitung von Margret Dissauer.
Gemeinschaft wird bei »Sine Nomine« groß geschrieben. Das spürt man nicht nur, man hört es auch. Traudl Fankhauser aus Mayrhofen gab damals den Anstoß. Sie wünschte sich, dass sich junge Leute zusammenschließen, um eine Jugendmesse in Hippach zu gestalten. Ein paar Freundinnen fanden Gefallen an der Idee. Das war die Geburtsstunde der
Chorgemeinschaft Sine Nomine. Die Vorbereitungen und Proben für diese Messe erweckten bei den damals noch jungen Frauen die Lust, weiterhin miteinander zu singen. So wurde 2004 der Chor gegründet. »Mittlerweile singen 14 Frauen mit viel Liebe und Einsatz in der Chorgemeinschaft Sine Nomine«, erzählt Margret.
Sie leitet nun seit fast 15 Jahren den Chor mit viel Engagement und Musikalität. Anfangs war die Truppe jedoch ein Jahr ohne Namen unterwegs. Nach dieser Zeit entschieden sich die Mitglieder für den lateinischen Namen »Sine Nomine« – auf Deutsch: »ohne Namen«. »Wir haben uns somit einen Namen gemacht«, schmunzelt Obfrau Maria Heim.

EINE GESUNDE MISCHUNG

Gesungen wird auf Deutsch, Englisch und Latein. »Vorwiegend umrahmen wir Hochzeiten, Firmungen, Taufen und Messen«, erklärt Margret. »Aus unserem abwechslungsreichen Programm ist bestimmt für jeden Geschmack das Passende dabei«, fährt sie fort. Einiges daraus komponierte und arrangierte Herbert Dissauer, Margrets Ehemann. Zu den großen Stärken der Chorgemeinschaft gehört mit Sicherheit ihre Vielseitigkeit. Meistens werden die Lieder mit Gitarre begleitet, aber auch das A-Capella-Singen kommt bei den Frauen nicht zu kurz. So manches Stück wird durch Flötentöne verschönert.Im Dezember, wenn es wieder heißt,»jetzt fangen wir zum Singen an«, werfen sich die Frauen der Chorgemeinschaft Sine Nomine in den Tuxer, um das Anklöpfeln zu leben – eine Zeit des Brauchtums und der Besinnlichkeit. »Vor allem der Mayrhofner Advent am Waldfestplatz bietet mit seiner stimmungsvollen Kulisse hierfür eine besondere Atmosphäre«, schwärmt Margret. Bei den Auftritten während des Jahres in der Kirche erscheinen die Sängerinnen meist in der Farbkombination Schwarz-Weiß.

MEHR ALS EINE CHORGEMEINSCHAFT

Die Frauen aus dem Zillertal sind nicht nur im Chor ein Team, sondern auch privat befreundet. Im Fasching überzeugten die Ü-30-Frauen beinahe jährlich mit ihren musikalischen Einlagen und Kostümen. So wurden die flotten Damen bereits als Biene Maja, Schlümpfe, Spanierinnen, Blumen und Gärtner oder als Schlafmützen mit dem Lied »Mr. Sandman « am Fasching gesichtet. »Eine Nomine « ist für jeden Spaß zu haben. Ausflüge, Skitage oder Hüttenabende sind nicht selten. Sogar die »Cold Water Challenge« ist nicht spurlos an der Gruppe vorbeigezogen. »Das sind so Aktivitäten, die zusammenschweißen. Schön langsam fangen die runden Geburtstage der Gruppe an, das ist immer ein einzigartiges Spektakel. Da wird ein Medley geschrieben, gedichtet und getanzt – das ist einfach unglaublich «, schmunzelt Margret. Stolz erzählt sie weiter: »Und ebenso wollen wir auch ein Lächeln in die Gesichter unserer Zuhörer zaubern oder die eine oder andere Freudenträne fließen sehen, wenn wir zum Beispiel Hochzeiten oder Taufen umrahmen. Es ist für uns das größte Geschenk, wenn so ein Fest durch unsere Mithilfe zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.«

»Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.«

Zitat von Friedrich Nietzsche und Motto der Gruppe

»Zur Person«